Liane Gardeweg im DM-Finale

Uschi Heimann • 8. Juli 2025

04. - 06.07. Ulm. Bei den nationalen Titelkämpfen der U23 in Ulm glänzte unser Mittelstreckenteam mit beachtlicher Präsenz. Drei Läufer und eine Läuferin schickten Martin Block und Arndt Fontes in die Vorläufe über die 1500m Rennen, zudem noch zwei Athleten über die 5000m. Den größten Erfolg holte die einzige Frau im Aufgebot. Schon in der Meldeliste gehörte Liane Gardeweg zu den Top Ten. Mit kluger Laufeinteilung gelang ihr in ihrem 1500m-Vorlauf dann auch sicher der Sprung ins Finale der besten 12. "Typisch für ein Finale, lief das Feld sehr ruhig an - und Liane mittendrin", hieß es in Arndts Rennbericht. "In der Schlussrunde hatte sie leider nicht ganz den Kontakt zur Spitze. Mit etwas mehr Rennglück hätte es statt Platz 7 auch Platz 5 werden können". Platz 7 also - wohlgemerkt Platz 7 in Deutschland! Mit dieser Leistung stand Liane dann bei der Siegerehrung auf dem erweiterten Podest der besten Acht. Und das nicht zum ersten Mal. In der U20 hatte sie dieses besondere Gefühl bereits schon einmal genießen dürfen. 

Anders als Liane standen Thilo Stoltze und Yanis Kern in Ulm zum ersten Mal bei "Deutschen Meisterschaften" in einem Einzelstart an der Startlinie. Sie erwischten mit Lauf 2 einen recht schnellen Vorlauf. "Für beide lief es nicht optimal", so Arndt Fontes. "Yanis fehlte etwas die Frische, um ins Finale vorlaufen zu können, und Thilo zögerte zu lang. Erst auf den letzten 250m kam er noch  einmal richtig auf." Um aber einen der ersten sechs Plätze zu ergattern, die es für den Einzug ins Finale brauchte, war der Antritt zu spät. Bei 3:58,72 min blieben die Uhren für ihn stehen. Yanis lief 4:00,60min. Ein ganz anderes Bild zeigte sich im ersten Vorlauf, in den Gianluca Mirizzi gelost worden war. Erst nach 800m ging ein Ruck durchs Feld, das bis dahin eher langsam unterwegs war. Leider konnte Gianluca die Tempoverschärfung nicht mitgehen. Er hatte einen Doppelstart gewagt, um das Feeling Deutsche Meisterschaften doppelt genießen zu können. "Die 5000m vom Vortag steckten ihm dann doch zu sehr in den Beinen", fasste Arndt Fontes die Situation zusammen. "Gianluca bleibt nun noch das nächste Jahr, um es besser zu machen". Auch 2026 gehört der junge Läufer noch der U23 an. Recht zufrieden war Lukas Gardeweg mit seinem Rennen über 5000m. Arndt Fontes urteilte ähnlich: "Konzentriert und gleichmäßig gelaufen. Passt." Die 15:21,39 min kommen zwar nicht an die 14:51,55 min ran, die Lukas im Vorfeld schon geklaufen war. Da waren aber auch Rennbedingungen andere und die Temperaturen nicht bei über 30 Grad. 

Matilda Palm Top Ten in Deutschland über die 80m-Hürden

Parallel zur U23 trugen auch die jungen Athletinnen und Athleten der U16 ihre Deutschen Meisterschaften aus. Matilda Palm hatte sich in den letzten Wochen über die 80m-Hürden kontinuierlich gesteigert und sich mit der Zeit von 11,92 sec bei ihrem Sieg bei den Landesmeisterschaften unter die Top 20 in Deutschland geschoben. In Ulm konnte sie einige der höher gerankten Athletinnen hinter sich lassen und mit 11,96 sec auf Platz 10 vorlaufen. Nicht wirklich viel hat gefehlt, um den Sprung ins Finale zu schaffen. Die 11,85 sec, die gereicht hätten, hatte ihr Trainer Carl Seeliger im Vorfeld zu recht zugetraut. Am Vortag war Matilda bereits die 100m gelaufen. Leider herrschte in allen Vorläufen Gegenwind und somit nicht wirklich gute Bedingungen für die erhoffte Bestzeit. 1/100 blieb sie dann letztlich auch über ihrem aktuellen Hausrekord von 12,79 sec. Ebenfalls für die nationalen Titelkämpfe hatte sich Frida Böddeker über die 300m Hürden qualifiziert. In ihrem erst dritten Rennen über diese Distanz lief bis Hürde sechs alles nach Plan und auf Kurs Bestzeit. Die siebte und letzte Hürde wurde Frida dann aber leider zum Verhängnis. Sie fiel in die Hürde, rappelte sich zwar schnell wieder auf und lief das Rennen zu Ende, die erhoffte Bestzeit war aber natürlich futsch. Zu Hause in Köln zeigten die Trainingskameradinnen ein feines Gespür und backten zum Trost einen Kuchen - als Zeichen des Mitgefühls, aber sicher auch der Anerkennung für Fridas Leistung, sich für eine nationale Meisterschaft zu qualifizieren. Mit sieben Athletinnen und Athleten hatten wir in Ulm ein zahlenmäßig so starkes Team in Einzelstarts am Start wie in den letzten Jahrzehnten nicht. Und auch, wenn sich unsere jungen Läufer und Sprinter nicht alle Träume erfüllen konnten, bleibt allein die Teilnahme an einer Deutschen Meisterschaft eine wirklich besondere Leistung.


Liane, Matilda, Frida, Gianluca, Lukas, Yanis und Thilo, wir gratulieren euch herzlich zu dem, was ihr in dieser Saison erreicht habt!

von Uschi Heimann • 20. September 2026
Im Förderwettbewerb der Spar- und Darlehenskassen werden die 150 meistgeklickten Vereinsprojekte mit Geldbeträgen honoriert. Unsere Leichtathletikabteilung hat sich mit einem Projekt beworben: Neue Startblöcke für Wettkämpfe, Training und anderen Sportevents wie z. B. dem Sportabzeichentag. Wir freuen uns über deine Unterstützung: TuS Köln rrh. | SpardaLeuchtfeuer 2026
von Uschi Heimann • 20. September 2026
19.09./Köln. Das Kleid aus alten Zeiten mit den klassischen Disziplinen der Leichtathletik hat das Sportabzeichen lange abgelegt. Heute gilt es, sich in den vier Kategorien Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Koordination mindestens einer Übung zu stellen. Das kann zu "Kraft" ein Medizinballwurf sein genau so gut wie ein Standweitsprung, oder in der Kategorie "Koordination" der klassische Weitsprung oder alternativ Sprünge mit dem Springseil oder ein Parcours mit vorwärts, rückwärts und seitwärts laufen. Für den Sportabzeichentag auf unserer Anlage war in diesem Jahr erstmals Maike Mau verantwortlich, die das Amt von Heinrich Risse übernommen hat. Viele Jahre hat Heinrich sich sehr engagiert und tut es für Einzelabnahmen und zur Unterstützung immer noch. Für den Tag im September koordiniert aber nun Maike für den TuS die Kooperation mit dem Betriebssportverband Rheinland, der als Veranstalter auftritt. "Spaß hat´s gemacht", schaute Maike am Samstagabend auf das Event zurück und bedankte sich bei den vielen TuS Helferinnen und Helfern zwischen 14 und 91 Jahren. "Spaß hat´s gemacht!", gaben auch viele Teilnehmende ans Team zurück. Tatsächlich war es eine wirklich schöne Atmosphäre. Immer mal wieder brandete Jubel und Applaus der Umstehenden auf, wenn eine erforderliche Leistung glückte. Unser herzlicher Dank gilt Heinrich für die vielen vergangenen Jahre und Maike für die Übernahme: Ohne euch gäbe es kein Sportabzeichen beim TuS. Und das wäre schade! Der Trend zeigt nach oben. Mehr Menschen als in den letzten Jahren stellten sich in der diesjährigen Auflage der Herausforderung und gingen die Challenge in der Familie, mit Freunden oder auch allein an. Und wer es in diesem Jahr verpasst hat, hat im nächsten Jahr eine neue Chance. Wir werden rechtzeitig informieren über den Sportabzeichentag 2027!
von Uschi Heimann • 20. September 2026
18.09./Köln. Aus Bosnien, Mexiko, Norwegen, den Niederlanden, Schweden, den USA, Kanada und einigen anderen Ländern waren sie nach Köln-Höhenberg angereist: Läufer, die schnell sind ... und sich einmal im Jahr zu einem ungewöhnlichen Event namens "Beermile" treffen. "Die Biermeile ist ein Herzensding für mich", erklärt Organisator Julien Jeandrée, selbst erfolgreicher Läufer, "und ich freue mich, dass wir das Ding beim TuS durchführen können!". Natürlich kann man der Kombination aus Laufen und Schnellem-Bier-Trinken sehr skeptisch gegenüberstehen. Die Teilnehmenden müssen in dem Rennen über eine Meile zum Start auf den ersten zehn Metern eine Bierflasche leeren und das weitere 3x nach 400m, 800m und 1200m wiederholen, bevor sie nach 1609,344 m ins Ziel laufen. Um die Vorbehalte weiß auch Julien. Trotzdem liebt er das jährliche Weltmeisterschafts-Event, das Menschen aus vielen Nationen zusammenbringt. "Wer Weltmeister werden will, muss schon auch ein sehr schneller Läufer sein. Prolliges Verhalten gibt es bei der WM nie", so der Chef-Organisator. Die Auflage beim TuS gewann der Titelverteidiger Corey Bellemore (Kanada), der über die Meile ohne Bier-Stopp eine Bestzeit von knapp unter 4 min zu Buche stehen hat. Ca. 90 Athletinnen und Athleten hatten sich am Freitag auf der blauen Bahn in unserem Stadion eingefunden und auch ein großes Publikum. Kurzentschlossen meldeten sich noch zwei TuSser für die offenen Deutschen Meisterschaften nach dem WM-Lauf: "Ein Rennen auf der Bahn oder TuS-Beteiligung darf doch nicht sein", so die Meinung von Niklas Kaufmann (24 J.), der kurzentschlossen nach Hause fuhr, um für sich und Mitstreiter Jan Heimann (26 J.) ein TuS-Trikot zu besorgen. Unter großem Jubel der TuS-Community liefen und tranken die zwei - und vor allem Niklas durchaus im Spitzenfeld. Zweiter wurde er im DM-Rennen, musste sich aber natürlich hinter einigen Deutschen aus dem WM-Rennen einsortieren. Seine 6:20 min und sind allerdings durchaus beachtenswert!
von Uschi Heimann • 15. September 2026
15.09./Buir. Top auf der Schaukel und top im Wettkampf! Kein Team konnte höher schwingen als unsere U10 und kein Verein war im Mehrkampf mit Weitsprung, Hürdenlauf, Sprint und Ballwurf erfolgreicher. In drei Altersklassen gingen unsere jüngsten Wettkampfsportlerinnen und -sportler an den Start. Dreimal standen sie ganz oben. Didem Akgün gewann in der W9, Carlo Corniani in der M9 und Anton Hofmann - gemeinsam mit einem Kind aus Habbelrath - in der M8. Besonders stark trumpften unsere Mädels der W9 auf. Romy Krahn stand als Zweite direkt neben Derin auf dem Treppchen und Hanna Schlapper und Julia Diallo teilten sich Platz 4. Unter den besten fünf neunjährigen Mädels gab es also gleich vier Nachwuchstalente im TuS-Trikot. Was für ein Ergebnis! Die fünfte Top3-Platzierung ging an Ben Frankenberger (M8). Er wurde dritter im Gesamtergebnis und freute sich über den Disziplinsieg im Ballwurf. Ganz knapp vorbei am Podest schrammte Elias Mengel nach einem starken Vierkampf. Und auch Janne Pastoors und Levi Haberland erzielten mit Platz 6 und Platz 8 im Gesamtfeld sehr schöne Ergebnisse. Unsere U10 kann was! Auch eine Seilschaukel höher schwingen als andere anderen! Absolut nicht zu verachten!
von Jörg Riebschläger • 13. September 2026
06.09./Köln und Xanten. Was für ein Tag für die Triathlon-Abteilung des TuS Köln rrh.! Im zweiten Jahr nach der Gründung stand mit dem Köln Triathlon und dem Ligafinale in Xanten gleich ein doppelter Saisonhöhepunkt auf dem Programm — und der hatte alles, was unseren Sport ausmacht: starke Leistungen, lautstarke Unterstützung, große Emotionen und jede Menge Teamgeist.
von Uschi Heimann • 13. September 2026
23.08./Eschweiler. Die Berichterstattung zu den Leichtathletik-Events hat im August etwas Urlaub gemacht. Die Athletinnen und Athleten nicht! Bei den Landesmeisterschaften 5 km Straße im Rahmen des Eschweiler City-Laufes knüpfte die Sektion "Lauf" nahtlos an die zahlreichen Erfolge in diesem Jahr an. 1x Gold, 2x Silber und 1x Bronze sagt die sehenswerte Bilanz. Gold und Titelehren gingen an Simon Dahl. Er gewann die M35 in starken 15:49 min und mit einem satten Polster von einer halben Minute vor dem Zweitplatzierten. In der M40 holte Frank Briesenick Silber (17:07). Die zweite Silbermedaille ging an Lisa Jaschke, W35 (19:37). Etwas schneller war Pei Ling Kuo im Ziel. 19:15 min wurden für sie auf der 5 km Strecke gestoppt, Platz 3 in der Frauenhauptklasse! Wir gratulieren dem erfolgreichen Quartett!
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