Die Oldies sind Goldies: Zehn Landestitel bei den Masters

Von Verena Koll mit Fotounterstützung von Thorsten Bönisch und Sabine Hobohm • 22. Februar 2026

Je drei Titel für Sabine Hobohm und Malte Krummeich

21.2.2026/Düsseldorf. Wenn der TuS auf Wettkämpfe reist, vermittelt das oft ein Gefühl von Familie. Entweder, weil ganze Familien vor Ort sind oder weil es sich im Team anfühlt wie eine selbstgewählte Familie. Auch bei den Masters, so heißen alle Sportlerinnen und Sportler im leichtathletischen Senioren-Alter von über 30 Jahren. Insgesamt 13 sind angereist, um in Düsseldorf auf den Nordrhein-Hallen- und Winterwurf-Meisterschaften zu starten.

Thorsten Bönisch (M50) ist zum ersten Mal dabei. „Gut, dass ich mit meiner Tochter Amelie eine Wettkampferfahrene als Managerin und Coach an meiner Seite hatte“, freut er sich hinterher. U-16-Athletin Amelie weiß, wann sich ihr Vater im Wettkampfbüro, wann bei den Schiedsrichtern und Obleuten melden muss und wie das mit dem leichtathletischen Aufwärmen funktioniert. Thorsten spielt eigentlich Tennis, wollte aber den 60-Meter-Sprint und den Hochsprung einmal ausprobieren. Damit holt er prompt zwei Vize-Titel. „Das ist natürlich ein super Ergebnis und eine tolle Erfahrung“, fasst er zusammen, „und es war bestimmt nicht mein letzter Wettkampf!“

Auch Anna Heim (W35) aus der Trainingsgruppe von Dieter Dylong ist zum ersten Mal dabei. Sie ist im August aus dem Crossfit in die Leichtathletik gewechselt. Crossfit vereint unter anderem Übungen aus den Bereichen Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit und Schnelligkeit. „Offenbar“, überlegt Anna nach ihren Läufen über die 60 und 200 Meter, habe ihr früherer Sport „eine gute Grundlage für die explosiven Starts gegeben“. Auch sie holt prompt zwei Vizetitel und erfüllt dabei sogar die Normen für die Deutschen Meisterschaften (60 Meter: 8,57 Sekunden, 200 Meter: 28,50 Sekunden). Und dann startet Anna noch in der 4-x-200-Meter-Staffel der W30 mit Sabine Hobohm (W50), Sabine Kutzner und Elena Wladasch (beide W30). Gemeinsam holt das Quartett den Landestitel in 1:58,83 Minuten. „Durch die große Gruppe an Jungs und Mädels“, findet Anna und spielt auch auf die Herren-Staffel an, „hat der Wettkampf sehr viel Spaß gemacht.“ Ihre TuS-Familie habe ihr die Aufregung genommen. 

Vor allem von der Staffel schwärmt auch Sabine Hobohm: „Zuvor haben wir die Wechsel auf Wettkämpfen zweimal verpatzt, dass wir diesmal so gut durchgekommen sind, ist für mich das I-Tüpfelchen.“ In einem perfekten Wettkampf: Zuvor hatte Golden Girl Sabine bereits die Titel im 60-Meter-Sprint (mit DM-Norm in 8,78 Sekunden) sowie über 200 Meter (in DM-Norm von 29,47 Sekunden) geholt. Gleiches gelingt Malte Krummeich (M30): Er holt sich die Landestitel über 60 Meter (7,28 Sekunden, „Bestzeit mit 31 Jahren, darüber habe ich mich sehr gefreut!“), 200 Meter (23,50 Sekunden) sowie über die 4-x-200-Meter mit Matthias Lieven, Anthony Schwarz und Rasmus Wittekind (alle M30). „Das hat richtig Bock gemacht, noch Mal mit euch Boys die Staffel zu rennen“, schwärmt Malte hinterher. Das findet auch Anthony und kündigt an: „Das Rennen war für den Einstieg nicht schlecht, aber wir haben definitiv mehr vor und können uns noch steigern.“ Etwa im Sommer über die 4-x-100-Meter.

Seit Jahren sommers wie winters eine Bank im Kugelstoßen ist Rolf Otten (M80), der sich seinen nächsten Landestitel holt mit 10,45 Meter und, na klar, der DM-Norm. Die erfüllt auch M75-Sprinter Heinz von Ahlen bei seinem Sieg über die 200 Meter in 34,53 Sekunden. Genauso wie M55-Weitspringer Christoph Schrahe, der mit 4,95 Meter die Meisterschaft holt. Über eine persönliche Bestzeit über 200 Meter freut sich Sabine Kutzner (W30) (Vizetitel in 30,49 Sekunden), Matthias holt über die 200 Meter Bronze und die Autorin dieser Zeilen (W50) freut sich über eine neue Bestleistung im Kugelstoßen (8,12 Meter, Platz 5). 


Nicht nur Platz 3 im Diskus sichert sich Ingrun Abbing (W50) aus der Hobbygruppe von Andrea Schäfer, sie holt sich auch den Landestitel im Speerwurf. Das rührt sie zu Tränen. Nicht, weil ihr die Goldmedaille so wichtig wäre. Ingrun hatte sich im Sommer im Training verletzt und mühsam wieder in Form gekämpft. „Dass mein Bein gehalten hat, ist mein größter Erfolg heute“, sagt sie und knuddelt mit ihren TuS-Freundinnen Verena und Verena, mit denen sie schon vor mehr als 35 Jahren auf dem Platz in der Merheimer Heide trainiert hatte. Und die bis heute zu Ingruns TuS-Familie gehören.

6. Oktober 2026
Am 12.09. fand in Frankfurt die Deutsche Meisterschaft im Touch Rugby statt. Das mixed Team aus Bonn und Köln hat dabei den vierten von 8 Plätzen erreicht. Nach einer knappen Niederlage gegen Frankfurt im ersten Spiel konnte Stuttgart im folgenden Duell ebenso knapp besiegt werden. Damit war der Einzug ins Halbfinale gesichert. Nach einer Verletzung hatten unsere Frauen im dritten Spiel kurzzeitig keine Wechselmöglichkeit. Zum Schluss ging es in die Revanche gegen Frankfurt um Spiel um Platz 3. Mit Unterstützung von Berlin und Hamburg, um unseren Spielerinnen wieder eine Pause zu gönnen, und trotz eines sehr starken Spiels reichte es am Ende nicht ganz für das Treppchen. Insgesamt blicken wir auf sehr positiv auf einen anstrengenden Tag voller Touch Rugby im sonnigen Frankfurt zurück.
von Uschi Heimann • 1. Oktober 2026
27.09./Duisburg. Wenn unsere stärksten U14 / U16 Athletinnen und Athleten im Wettkampf nicht in blau-weiß unterwegs sind sondern in ungewohntem gelben T-Shirt und schwarz-weißem Trikot, dann können nur die Regionsvergleichskämpfe auf dem Programm stehen. Traditionell im September treten die vier Regionen Nord, Mitte, Süd-Ost und Süd-West des Landesverbandes Nordrhein in den Altersklassen U14 weiblich, U14 männlich, U16 weiblich und U16 männlich gegeneinander an und machen den Regionssieger aus. Gestartet wird in den klassischen Disziplinen Sprint, Sprung, Wurf und Mittelstrecke, gewertet werden pro Region die beiden besten Teilnehmenden. Die Siegerliste hatte in den Jahren seit des Bestehens wenig Überraschendes. "Mitte" mit den Düsseldorfer Vereinen und Mönchengladbach / Neuss und "Süd-Ost" mit Köln, Leverkusen und Bonn / Rhein-Sieg sind regelmäßig die stärksten und schieben sich die Plätze 1 und 2 hin und her.
von Uschi Heimann • 30. September 2026
26.09./Ratingen. Beeindruckendes Team, beeindruckende Leistungen, beeindruckender Sieg! Es war einfach eine tolle Show, die unsere 8 und 9jährigen Athletinnen und Athleten (und familiy & friends!) in Ratingen beim U10-Landes-Teamfinale lieferten. Schon zu Beginn zogen sie die Aufmerksamkeit mit ihrem Teamspruch auf sich und waren auch für den Rest des Wettkampftages praktisch unzertrennlich - passend zum ewig alten Spruch aus 1955 "Elf Freunde müsst ihr sein".
von Uschi Heimann • 20. September 2026
Im Förderwettbewerb der Spar- und Darlehenskassen werden die 150 meistgeklickten Vereinsprojekte mit Geldbeträgen honoriert. Unsere Leichtathletikabteilung hat sich mit einem Projekt beworben: Neue Startblöcke für Wettkämpfe, Training und anderen Sportevents wie z. B. dem Sportabzeichentag. Wir freuen uns über deine Unterstützung: TuS Köln rrh. | SpardaLeuchtfeuer 2026
von Uschi Heimann • 20. September 2026
19.09./Köln. Das Kleid aus alten Zeiten mit den klassischen Disziplinen der Leichtathletik hat das Sportabzeichen lange abgelegt. Heute gilt es, sich in den vier Kategorien Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Koordination mindestens einer Übung zu stellen. Das kann zu "Kraft" ein Medizinballwurf sein genau so gut wie ein Standweitsprung, oder in der Kategorie "Koordination" der klassische Weitsprung oder alternativ Sprünge mit dem Springseil oder ein Parcours mit vorwärts, rückwärts und seitwärts laufen. Für den Sportabzeichentag auf unserer Anlage war in diesem Jahr erstmals Maike Mau verantwortlich, die das Amt von Heinrich Risse übernommen hat. Viele Jahre hat Heinrich sich sehr engagiert und tut es für Einzelabnahmen und zur Unterstützung immer noch. Für den Tag im September koordiniert aber nun Maike für den TuS die Kooperation mit dem Betriebssportverband Rheinland, der als Veranstalter auftritt. "Spaß hat´s gemacht", schaute Maike am Samstagabend auf das Event zurück und bedankte sich bei den vielen TuS Helferinnen und Helfern zwischen 14 und 91 Jahren. "Spaß hat´s gemacht!", gaben auch viele Teilnehmende ans Team zurück. Tatsächlich war es eine wirklich schöne Atmosphäre. Immer mal wieder brandete Jubel und Applaus der Umstehenden auf, wenn eine erforderliche Leistung glückte. Unser herzlicher Dank gilt Heinrich für die vielen vergangenen Jahre und Maike für die Übernahme: Ohne euch gäbe es kein Sportabzeichen beim TuS. Und das wäre schade! Der Trend zeigt nach oben. Mehr Menschen als in den letzten Jahren stellten sich in der diesjährigen Auflage der Herausforderung und gingen die Challenge in der Familie, mit Freunden oder auch allein an. Und wer es in diesem Jahr verpasst hat, hat im nächsten Jahr eine neue Chance. Wir werden rechtzeitig informieren über den Sportabzeichentag 2027!
von Uschi Heimann • 20. September 2026
18.09./Köln. Aus Bosnien, Mexiko, Norwegen, den Niederlanden, Schweden, den USA, Kanada und einigen anderen Ländern waren sie nach Köln-Höhenberg angereist: Läufer, die schnell sind ... und sich einmal im Jahr zu einem ungewöhnlichen Event namens "Beermile" treffen. "Die Biermeile ist ein Herzensding für mich", erklärt Organisator Julien Jeandrée, selbst erfolgreicher Läufer, "und ich freue mich, dass wir das Ding beim TuS durchführen können!". Natürlich kann man der Kombination aus Laufen und Schnellem-Bier-Trinken sehr skeptisch gegenüberstehen. Die Teilnehmenden müssen in dem Rennen über eine Meile zum Start auf den ersten zehn Metern eine Bierflasche leeren und das weitere 3x nach 400m, 800m und 1200m wiederholen, bevor sie nach 1609,344 m ins Ziel laufen. Um die Vorbehalte weiß auch Julien. Trotzdem liebt er das jährliche Weltmeisterschafts-Event, das Menschen aus vielen Nationen zusammenbringt. "Wer Weltmeister werden will, muss schon auch ein sehr schneller Läufer sein. Prolliges Verhalten gibt es bei der WM nie", so der Chef-Organisator. Die Auflage beim TuS gewann der Titelverteidiger Corey Bellemore (Kanada), der über die Meile ohne Bier-Stopp eine Bestzeit von knapp unter 4 min zu Buche stehen hat. Ca. 90 Athletinnen und Athleten hatten sich am Freitag auf der blauen Bahn in unserem Stadion eingefunden und auch ein großes Publikum. Kurzentschlossen meldeten sich noch zwei TuSser für die offenen Deutschen Meisterschaften nach dem WM-Lauf: "Ein Rennen auf der Bahn oder TuS-Beteiligung darf doch nicht sein", so die Meinung von Niklas Kaufmann (24 J.), der kurzentschlossen nach Hause fuhr, um für sich und Mitstreiter Jan Heimann (26 J.) ein TuS-Trikot zu besorgen. Unter großem Jubel der TuS-Community liefen und tranken die zwei - und vor allem Niklas durchaus im Spitzenfeld. Zweiter wurde er im DM-Rennen, musste sich aber natürlich hinter einigen Deutschen aus dem WM-Rennen einsortieren. Seine 6:20 min und sind allerdings durchaus beachtenswert!
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