Picknickatmosphäre und Medaillen bei den Nordrhein Meisterschaften der U14 und U18 in Aachen

Von Verena Koll mit Fotounterstützung von Daniela Burbach, Diana Murer und Carl Seeliger • 22. Juni 2026

20./21.6./Aachen. Es ist wie ein Nach-Hause-Kommen, als U18 -Trainer Carl Seeliger das Waldstadion in Aachen für die Nordrhein-Meisterschaften der U14 und U18 betritt. Es ist das Stadion, in dem er sportlich aufgewachsen ist. „In Aachen bin ich geboren und groß geworden“, erzählt er, ist vier- bis fünfmal die Woche zum Training an den Rote-Haag-Weg, ist dort zum ersten Mal die 100 Meter in unter 11 Sekunden gelaufen, „am Samstag bin ich sogar mit dem Fahrrad meiner Mutter angereist.“

Was eine kluge Idee ist, denn mit dem Parken ist es „aufgrund der naturnahen villenartigen Bebauung im Umfeld nicht optimal“, wie es auf Wikipedia so schön über die Anlage von 1927 heißt. Dafür liegt die gesamte Sportstätte „einschließlich der Gebäude für die Dienstwohnung des Platzwartes“ (mit blühenden Geranien davor!) wie das Online-Lexikon betont unter Denkmalschutz. Und obgleich sie nicht mit dem Rad anreisen haben die U14-Trainerinnen Anja und Natalie Roller Glück, sie sind früh dran und ergattern einen der begehrten, aber meist besetzten Parkplätze gleich am Stadioneingang.

Gemeinsam suchen sich U14 und U18 ein schattiges Plätzchen auf dem Teil der Stehtribüne, der mit Gras bewachsen ist und genauso gut Teil eines Freibades sein könnte. Perfekt an einem der wohl heißesten Wettkampfwochenenden des Jahres. Die großen Bäume spenden Schatten, ein leichter Wind weht, die Athletinnen und Athleten der beiden TuS-Teams können zwischen den Disziplinen auf ihren Picknickdecken verschnaufen. Oder wie der Public-Viewing-erprobte WM-Fan sagt: ihre Hydration-Breaks einlegen.

Sie haben etwas von Familienpicknick, diese Landesmeisterschaften. Schön ist das. Und nicht nur ein Wohlfühl-, sondern offensichtlich auch ein Erfolgsfaktor fürs TuS-Team: 

- Timon Dücker läuft Bestzeit über 100 Meter zu Bronze (11,07 Sekunden), 

- Jonah Sachse holt Platz 4 (11,16 Sekunden),

- Janneke Brill zeigt zwei Würfe mit dem Speer über 30 Meter (Platz 6),

- Ida Friedrich belegt in Bestzeit Rang 5 über die 1500 Meter (5:09,32 Minuten) und holt Rang 8 über die 800 Meter (2:26,99 Minuten),

- Luzia Borkenhagen stößt die Kugel über 10 Meter (Platz 7; alle U18),

- Liam Feiss (M12) holt sich die Silbermedaille in Bestzeit über die 800 Meter (2:27,79 Minuten),

- Kemal Tosunoglu (M12) holt Bronze im Hochsprung mit 1,40 Meter und belegt Platz 6 im Kugelstoßen (9,84 Meter),

- Jasper Schuld (M13) sichert sich Platz 5. im Hochsprung (1,51 Meter),

- Maya Deistler (W12) landet mit 4,56 Metern im Weitsprung auf Rang 7,

- Tim Burbach (M13) holt in Bestzeit über die 800 Meter in 2:33,03 Minuten Platz 8,

- in beiden Teams nehmen sich zahlreiche Athletinnen und Athleten neue Bestleistungen mit die A4 hinunter zurück ins heimische Köln.

„Was uns bei alledem aber richtig beeindruckt hat“, betont Trainerin Anja, „waren die Disziplin und der Zusammenhalt, die die Kids in ihrem jungen Alter an den Tag gelegt haben! Sie haben richtig gut aufeinander geachtet, sich gegenseitig zum Trinken animiert, sich ihre Caps gebracht und im Schatten miteinander gesessen.“ Manche seien nach dem eigenen Wettkampf noch länger geblieben, um die Freunde noch anzufeuern, andere am zweiten Meisterschaftstag zurückgekehrt, obgleich sie keine Wettkämpfe mehr hatten, „sie wollten ganz einfach ihre Freunde unterstützen. So schön!“


Und nicht nur in der U14, auch in der U18 beobachtet Trainer Carl einen Athleten, der sich jüngst im Training verletzt hatte, sein Team aber unterstützen möchte und darum extra an beiden Tagen anreist. Zum sportlichen Miteinander. Und auch zum Familienpicknick unter den Bäumen.

von Text: Uschi Heimann, Bilder Dirk Gantenberg, Lars Jucken 26. Juli 2026
Bochum-Wattenscheid, 26.07. Wie bereits vor zwei Wochen geschrieben: Das Wort "historisch" sollte nicht inflationär verwendet werden...und doch passt es schon wieder. Was Finn Merheim, Jan Merheim und Lasse Block bei der DM über 3x1000m in Wattenscheid auf die Bahn trommelten, wird nicht nur in die Vereinsgeschichte eingehen, sondern auch in die deutschen Rekordlisten!
von Uschi Heimann 20. Juli 2026
17.07. - 19.07. / Mönchengadbach. Mit 82 Jahren zum ersten Mal deutscher Meister! Erst vor zwei Jahren hat Rolf Otten wieder mit dem Wettkampfsport begonnen. Erst "heimlich", um auszuprobieren, ob die Kugel überhaupt ein paar Meter fliegt, dann aber schnell wieder öffentlich, weil er mit seinen Tests zufrieden war. Zu Recht! Besser können es in Deutschland nur sehr wenige Menschen über 80. Bereits 2024 in seiner ersten Saison gewann Rolf Silber im Kugelstoß-Wettbewerb bei den Deutschen Meisterschaften der M80. 2025 wiederholte er den Erfolg. 2026 jetzt gab es Gold! Gleich im ersten Wettbewerb der drei Meisterschaftstage in Mönchengladbach musste Rolf ran. 10,06 m im ersten Versuch. Besser konnte es nur Christian Fitza aus Hessen. An dessen 10,26 biss sich Rolf in den Versuchen zwei und drei mit 10,25 m und 10,24 m noch die Zähne aus, bevor dann im vierten Durchgang die Kugel auf 10,33 flog. Kontern konnte niemand mehr, nur Rolf selbst legte im letzten Versuch noch 1cm drauf. Die erste Deutsche Meisterschaft war perfekt. Wir gratulieren!!
von Uschi Heimann 20. Juli 2026
1 2.07. / Solingen. Bis zuletzt war es s pannend für die "Blue Dragons" unserer U10. Am Ende eines schönen Wettkampftages waren bei der Siegerehrung die Plätze drei bis 14 bereits vergeben und nur die Heimmannschaft des Solinger LC und die Blue Dragons noch nicht aufgerufen. Als der Ansager dann den TuS als Sieger verkündete, war der Jubel groß. Während des Wettkampfs ist es nur ein Blick in die Glaskugel, wie gut ein Team liegt. Jede Mannschaft absolviert für sich den Weitsprung und den Drehwurf und trifft nur in der Pendelstaffel und im Stadioncross auf einen Teil der anderen Teams. Da sahen die Blue Dragons im Vergleich zwar gut aus, aber abgerechnet wird zum Schluss. Diesmal lief es aber fast perfekt für die Blue Dragons: Sieg in der Staffel, Sieg im Weitsprung, Sieg auch im Cross. Nur ein zweiter Platz im Drehwurf verhinderte die Bestpunktzahl von 4, was die Platzziffern angeht. Sehr schön, dass auch die Blue Bears als zweites TuS-Team eine einstellige Platzierung schafften: Achter Platz für sie. Damit scheint unsere U10 bestens gerüstet für das Landesfinale am 26.09. in Ratingen. Im Wettstreit mit insgesamt 20 Teams aus dem gesamten Landesfinale soll es dann möglichst weit nach vorn gehen. Wir werden es verfolgen!
von Jörg Riebschläger 19. Juli 2026
11./12.07. / Bochum, Hamburg, Luxemburg. Was für ein vollgepacktes und schweißtreibendes Wettkampfwochenende liegt da bitte hinter uns?. Unsere Triathlon-Abteilung war wieder einmal im Dauereinsatz und hat quer durch Deutschland und sogar über die Landesgrenzen hinaus den TuS-Triathlon Suit stolz über die Ziellinien getragen. Beim schweißtreibenden Ligawettkampf in Bochum ging es im Team darum, die Tabellenführung der ersten zwei Ligawettkämpfe zu verteidigen. An der Hamburger Alster ging Alex über die olympische Distanz am gleichen Wochenende mit der Triathlon Weltklasse an den Start. Auf die Mitteldistanz in Luxemburg hatte sich Timo über ein halbes Jahr zielgerichtet vorbereitet. Holt euch ein kühles Getränk und lest euch in die einzelnen Rennberichte durch und feiert unsere Finisher.
von Text: Uschi Heimann Fotos: Dirk Gantenberg und TuS Köln rrh. 13. Juli 2026
Lynn Pöppelmann, Jan Merheim und Finn Merheim fahren zur WM nach Eugene / USA
von Von Verena Koll mit Fotounterstützung von Ingrun Abbing, Arndt Fontes und Matthias Lieven 6. Juli 2026
5.7./Wassenberg . Die einstündige Fahrt in den Sportpark Wassenberg im Kreis Heinsberg gehört für die TuS-Leichtathleten regelmäßig zur Wettkampfsaison. Aber das erleben die Sportfans im Stadion des SC Myhl dann doch nicht alle Tage: Standing Ovations. Für eine Boyband des TuS. Aber der Reihe nach.
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