U14/U16 setzen Medaillensammlung fort: 3 x Gold, 1 x Silber

Uschi Heimann • 8. Februar 2026

Hochsprung war die TuS-Top-Disziplin: Paul Förster und Jasper Schuld floppen zu Gold

07./08.02. / Düsseldorf. Eine Woche nach dem beeindruckenden Auftritt unserer U18/U20 legten die jüngeren Jahrgänge auf den Landesmeisterschaften der U14/U16 nach. Sie kamen zwar nicht ganz an die Medaillenflut der Älteren ran, 3x Gold und 1x Silber sind aber auch ein Klasse-Ergebnis! Top-Disziplin war der Hochsprung. Gleich zweimal floppten unsere Jungs zu Gold - und das bei den im Winter sehr eingeschränkten Trainingsmöglichkeiten auf unserer Anlage. Noch beim Abschlusstraining zwei Tage vor dem Wettkampf-Wochenende hatte es geregnet und die Matte zwar eine weiche, aber auch eine sehr nasse Landefläche geboten. 

Mit Regen hatten Jasper Schuld (M13) und Paul Förster (M14) natürlich in der Halle nicht zu kämpfen, aber mit den besten Springern des Landesverbandes in ihren Altersklassen. Für Jasper gab es den ersten Jubel im TuS-Lager, als er im Wettkampf der M13 im zweiten Versuch über 1,48 floppte und damit einen neuen Hausrekord aufstellte (bisher 1,47m). Zu dem Zeitpunkt waren neben Jasper noch zwei Springer aus Düsseldorf und Remscheid im Wettkampf, die im Vorfeld beide schon 1,52m gesprungen waren. Beide nutzten ihren dritten Versuch und sprangen ebenfalls über die 1,48m. Zu dritt ging es auf 1,51m und auch zu dritt in den dritten Versuch. Die Spannung an der Anlage war riesig und auch die Freude im TuS-Lager, als Jasper über die Höhe floppte. Seinem Düsseldorfer Konkurrenten gelang dasselbe und so lag mit 1,54 dann eine Höhe auf, die ganze 7 cm über Jaspers bisheriger Bestleistung lag. Aber an diesem Tag schien für ihn alles möglich: "Drüber" im zweiten Versuch! Und weil der neben ihm einzig verbliebene Springer nicht nachlegen konnte, stand der erste Landesmeistertitel für unseren strahlenden jungen Athleten fest. 

Für Paul sahen die Vorzeichen anders aus. In der M14 hatte er mit 1,66m die beste Vorleistung, dicht gefolgt von einem Troisdorfer Athleten, der in dieser Hallensaison schon die 1,65m gemeistert hat. Bei 1,53 stieg Paul in den Wettbewerb ein, als die Hälfte des Feldes bereits ausgeschieden war. An die 1,58 ging es nur noch zu dritt. Eine Medaille für Paul - seine erste bei Landesmeisterschaften - war zu diesem Zeitpunkt schon sicher. Zwei Höhen später stand dann auch die Farbe fest, als Paul als einziger die 1,62 meisterte. Nach einem Sprung über 1,65m, ließ er dann die neue Bestleistung von 1,67m auflegen. Das TUS Fanlager klatschte nach dem ersten Fehlversuch den zweiten Sprung an - und Paul floppte drüber! Hausrekord stand! Und außerdem eine Leistung, die ihn in Deutschland auf Platz 13 seiner Altersklasse spült! Fast hätte es im Hochsprung noch eine weitere Medaille gegeben. Carlotta Kalkreuth (W15) war wie die Bronzemedaillen-Gewinnerin über 1,43 gesprungen, hatte aber einen Fehlversuch mehr. So blieb letztlich Platz 4. Sprungtalent zeigten auch Kemal Tosunoglu und Oskar Loßow (beide M12). Eine Medaille nahmen sie diesmal zwar noch nicht mit, aber sowohl im Weitsprung als auch im Hochsprung gehörten beide zu den Top 8 im Landesverband.

Noch vor den beiden Medaillen im Hochsprung hatte bereits Liam Feiss (M12) mit einem furiosen Rennen über 800m in 2:34,39 min für das erste Gold gesorgt. Um gleich 9 sec drückte er seine bisherige Zeit von 2:43,44 min. "Und dabei wollte er nur unter 2:42 min bleiben", lachten die Trainerinnen Luca Reinhardt und Natalie Roller mit Blick auf die starke Bestleistung. Noch ein paar Tage vor den Meisterschaften hatte Kirsten Fontes, in deren Schülerlaufgruppe Liam ergänzend zum U14-Training trainiert, völlig richtig formuliert: "Liam ist ein Siegläufer". Bei den Regionsmeisterschaften vor drei Wochen hatte für Liam "nur" Platz 3 in der Endabrechnung gestanden, nachdem er zwar sein Rennen gewonnen hatte, aber in einem anderen Lauf zwei Jungs schneller waren. In Düsseldorf war er im schnellsten Rennen - und dann einfach "auf und davon"! Auch für alle anderen Läuferinnen und Läufer unserer "800m-Riege" hagelte es Bestzeiten. Jan Exner lief in der M15 sein erstes Rennen unter 2:20 min und freute sich riesig, als im Ziel 2:18,23 für ihn aufleuchteten. Mit dieser Zeit und Platz 6 belohnte er sich für seinen ganzen Trainingsfleiß. Um ihn herum sind die Athleten eher alle einen Kopf größer. Wenn Jan aufschließt, werden die Karten neu gemischt! Ebenfalls ein von der Körpergröße kleiner Wirbelwind ist Irma Ott. Angereist mit Listenzeit 19 und 2:54,37 machte sie in ihrem Rennen in der W12 direkt zwei große Sprünge - auf Platz 11 und auf 2:45,47 min! Neue Bestleistungen gab es auch für Tim Burbach, der erstmals unter 2:40 blieb (2:39,46 min), Oskar Sander (M14, 2:35,07 min) und Amelie Bönisch (W14, 2:36,92 min).

Die vierte Medaille - eine Silberne - ging an Julius Aigner (M14). Er war der Pechvogel des ersten Tages und kam am zweiten Tag mit Platz 7 über die Hürden in neuer pB (9,69 sec) und Platz 2 im Speerwerfen (32,61m, ebenfalls pB) um so stärker in den Wettkampf zurück. Am ersten Tag fiel er aus dem Startblock. Fehlstart. Aus. "Irgendwie war der Block locker und hat gewackelt", versuchte er eine Erklärung, um dann sofort anzufügen "vielleicht war das aber auch nur mein Gefühl". Julius ist sicher kein Athlet, der nach Ausreden sucht! Ein rabenschwarzer Tag wurde es dann, als er in seiner zweiten Disziplin, dem Weitsprung, dreimal jeweils sehr knapp übertrat. ogV - ohne gültigen Versuch stand damit für Julius in der Ergebnisliste statt einer neuen Bestleistung, zu dem alle drei Sprünge das Zeug gehabt hätten - und zum Finale der besten acht sowieso! Als noch so junger Athlet am Tag danach mit neuem Mut an neue Aufgaben zu gehen und sich eine Finalteilnahme und eine Medaille zu holen, beeindruckte seine Trainer Yanick Roller und Uschi Heimann sehr. Es gab wohl niemanden im TuS-Lager, der sich nicht mit Julius über den erfolgreichen zweiten Tag gefreut hat.

Die vier Medaillen verteilen sich sehr schön auf Sprung, Wurf und Lauf. Nur eine Sprintmedaille blieb aus. Zugetraut hatten alle diese Ines Loulouga Mbome, die zu den schnellsten Mädchen in der W13 gehört. Knieschmerzen, wie sie im Wachstum schon mal vorkommen, hatten zuletzt zu Trainingsausfall geführt. Im Wettkampf lief es dann auch nicht so gut wie noch vor drei Wochen bei den Regionsmeisterschaften. Ihre 8,53 sec reichten aber im Feld der 48 Sprinterinnen immer noch zu Platz 5, und das Talent "für mehr" sieht man eindeutig. 60m-Finalteilnahmen schafften auch einige andere: In der M14 Paul Förster (A-Finale, Gesamt Platz 6), in der W12 Rosalie Janus (C-Finale, Gesamt 24.), in der W14 Anais Benga  (B-Finale, Gesamt 9.) und Amelie Bönisch (C-Finale, Gesamt 19.) und in der W15 Amelie Hahn (B-Finale, Gesamt 14.). Und auch die Hürdenläufer Julius Aigner (M14), Jasper Schuld (M13) und Amelie Hahn (W15) durften allesamt noch einmal in den Finalläufen ran.

Für die U14 und die U16 ist die Hallensaison mit diesem letzten Auftritt vorbei. Jetzt geht es für einige beim Lauf "Rund ums Bayerkreuz" auf die Straße und im Frühjahr für alle dann wieder auf die Tartanbahn. Die Vorfreude ist jetzt schon da - bei den jungen Athletinnen und Athleten, und hoffentlich auch bei euch, liebe Leserinnen und Leser unserer HP-Berichte!

von Uschi Heimann • 20. September 2026
Im Förderwettbewerb der Spar- und Darlehenskassen werden die 150 meistgeklickten Vereinsprojekte mit Geldbeträgen honoriert. Unsere Leichtathletikabteilung hat sich mit einem Projekt beworben: Neue Startblöcke für Wettkämpfe, Training und anderen Sportevents wie z. B. dem Sportabzeichentag. Wir freuen uns über deine Unterstützung: TuS Köln rrh. | SpardaLeuchtfeuer 2026
von Uschi Heimann • 20. September 2026
19.09./Köln. Das Kleid aus alten Zeiten mit den klassischen Disziplinen der Leichtathletik hat das Sportabzeichen lange abgelegt. Heute gilt es, sich in den vier Kategorien Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Koordination mindestens einer Übung zu stellen. Das kann zu "Kraft" ein Medizinballwurf sein genau so gut wie ein Standweitsprung, oder in der Kategorie "Koordination" der klassische Weitsprung oder alternativ Sprünge mit dem Springseil oder ein Parcours mit vorwärts, rückwärts und seitwärts laufen. Für den Sportabzeichentag auf unserer Anlage war in diesem Jahr erstmals Maike Mau verantwortlich, die das Amt von Heinrich Risse übernommen hat. Viele Jahre hat Heinrich sich sehr engagiert und tut es für Einzelabnahmen und zur Unterstützung immer noch. Für den Tag im September koordiniert aber nun Maike für den TuS die Kooperation mit dem Betriebssportverband Rheinland, der als Veranstalter auftritt. "Spaß hat´s gemacht", schaute Maike am Samstagabend auf das Event zurück und bedankte sich bei den vielen TuS Helferinnen und Helfern zwischen 14 und 91 Jahren. "Spaß hat´s gemacht!", gaben auch viele Teilnehmende ans Team zurück. Tatsächlich war es eine wirklich schöne Atmosphäre. Immer mal wieder brandete Jubel und Applaus der Umstehenden auf, wenn eine erforderliche Leistung glückte. Unser herzlicher Dank gilt Heinrich für die vielen vergangenen Jahre und Maike für die Übernahme: Ohne euch gäbe es kein Sportabzeichen beim TuS. Und das wäre schade! Der Trend zeigt nach oben. Mehr Menschen als in den letzten Jahren stellten sich in der diesjährigen Auflage der Herausforderung und gingen die Challenge in der Familie, mit Freunden oder auch allein an. Und wer es in diesem Jahr verpasst hat, hat im nächsten Jahr eine neue Chance. Wir werden rechtzeitig informieren über den Sportabzeichentag 2027!
von Uschi Heimann • 20. September 2026
18.09./Köln. Aus Bosnien, Mexiko, Norwegen, den Niederlanden, Schweden, den USA, Kanada und einigen anderen Ländern waren sie nach Köln-Höhenberg angereist: Läufer, die schnell sind ... und sich einmal im Jahr zu einem ungewöhnlichen Event namens "Beermile" treffen. "Die Biermeile ist ein Herzensding für mich", erklärt Organisator Julien Jeandrée, selbst erfolgreicher Läufer, "und ich freue mich, dass wir das Ding beim TuS durchführen können!". Natürlich kann man der Kombination aus Laufen und Schnellem-Bier-Trinken sehr skeptisch gegenüberstehen. Die Teilnehmenden müssen in dem Rennen über eine Meile zum Start auf den ersten zehn Metern eine Bierflasche leeren und das weitere 3x nach 400m, 800m und 1200m wiederholen, bevor sie nach 1609,344 m ins Ziel laufen. Um die Vorbehalte weiß auch Julien. Trotzdem liebt er das jährliche Weltmeisterschafts-Event, das Menschen aus vielen Nationen zusammenbringt. "Wer Weltmeister werden will, muss schon auch ein sehr schneller Läufer sein. Prolliges Verhalten gibt es bei der WM nie", so der Chef-Organisator. Die Auflage beim TuS gewann der Titelverteidiger Corey Bellemore (Kanada), der über die Meile ohne Bier-Stopp eine Bestzeit von knapp unter 4 min zu Buche stehen hat. Ca. 90 Athletinnen und Athleten hatten sich am Freitag auf der blauen Bahn in unserem Stadion eingefunden und auch ein großes Publikum. Kurzentschlossen meldeten sich noch zwei TuSser für die offenen Deutschen Meisterschaften nach dem WM-Lauf: "Ein Rennen auf der Bahn oder TuS-Beteiligung darf doch nicht sein", so die Meinung von Niklas Kaufmann (24 J.), der kurzentschlossen nach Hause fuhr, um für sich und Mitstreiter Jan Heimann (26 J.) ein TuS-Trikot zu besorgen. Unter großem Jubel der TuS-Community liefen und tranken die zwei - und vor allem Niklas durchaus im Spitzenfeld. Zweiter wurde er im DM-Rennen, musste sich aber natürlich hinter einigen Deutschen aus dem WM-Rennen einsortieren. Seine 6:20 min und sind allerdings durchaus beachtenswert!
von Uschi Heimann • 15. September 2026
15.09./Buir. Top auf der Schaukel und top im Wettkampf! Kein Team konnte höher schwingen als unsere U10 und kein Verein war im Mehrkampf mit Weitsprung, Hürdenlauf, Sprint und Ballwurf erfolgreicher. In drei Altersklassen gingen unsere jüngsten Wettkampfsportlerinnen und -sportler an den Start. Dreimal standen sie ganz oben. Didem Akgün gewann in der W9, Carlo Corniani in der M9 und Anton Hofmann - gemeinsam mit einem Kind aus Habbelrath - in der M8. Besonders stark trumpften unsere Mädels der W9 auf. Romy Krahn stand als Zweite direkt neben Derin auf dem Treppchen und Hanna Schlapper und Julia Diallo teilten sich Platz 4. Unter den besten fünf neunjährigen Mädels gab es also gleich vier Nachwuchstalente im TuS-Trikot. Was für ein Ergebnis! Die fünfte Top3-Platzierung ging an Ben Frankenberger (M8). Er wurde dritter im Gesamtergebnis und freute sich über den Disziplinsieg im Ballwurf. Ganz knapp vorbei am Podest schrammte Elias Mengel nach einem starken Vierkampf. Und auch Janne Pastoors und Levi Haberland erzielten mit Platz 6 und Platz 8 im Gesamtfeld sehr schöne Ergebnisse. Unsere U10 kann was! Auch eine Seilschaukel höher schwingen als andere anderen! Absolut nicht zu verachten!
von Jörg Riebschläger • 13. September 2026
06.09./Köln und Xanten. Was für ein Tag für die Triathlon-Abteilung des TuS Köln rrh.! Im zweiten Jahr nach der Gründung stand mit dem Köln Triathlon und dem Ligafinale in Xanten gleich ein doppelter Saisonhöhepunkt auf dem Programm — und der hatte alles, was unseren Sport ausmacht: starke Leistungen, lautstarke Unterstützung, große Emotionen und jede Menge Teamgeist.
von Uschi Heimann • 13. September 2026
23.08./Eschweiler. Die Berichterstattung zu den Leichtathletik-Events hat im August etwas Urlaub gemacht. Die Athletinnen und Athleten nicht! Bei den Landesmeisterschaften 5 km Straße im Rahmen des Eschweiler City-Laufes knüpfte die Sektion "Lauf" nahtlos an die zahlreichen Erfolge in diesem Jahr an. 1x Gold, 2x Silber und 1x Bronze sagt die sehenswerte Bilanz. Gold und Titelehren gingen an Simon Dahl. Er gewann die M35 in starken 15:49 min und mit einem satten Polster von einer halben Minute vor dem Zweitplatzierten. In der M40 holte Frank Briesenick Silber (17:07). Die zweite Silbermedaille ging an Lisa Jaschke, W35 (19:37). Etwas schneller war Pei Ling Kuo im Ziel. 19:15 min wurden für sie auf der 5 km Strecke gestoppt, Platz 3 in der Frauenhauptklasse! Wir gratulieren dem erfolgreichen Quartett!
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