Starker Abschied unserer Mittelstreckler von der Bahnsaison 2025

Uschi Heimann • 7. September 2025

Vereinsrekord, persönliche Bestleistungen und ein Geburtstagsständchen

04.09./Bergisch Gladbach. Mara Kösters katapultiert den Vereinsrekord in der U18 über 1.500m in neue Sphären, Finn und Jan Merheim, Janne Dankwerth und Paul Dirks setzen neue Hausrekorde und alle gemeinsam überraschen Gianluca Mirizzi zu dessen 21. Geburtstag mit einer kleinen Feier. Was für ein Abschluss unserer Läufer von der Bahnsaison 2025! Seit 1970 steht der Vereinsrekord in der U18 bei 5:13,0 min, gelaufen von Jutta Kraft, die heute über 70 Jahre alt ist! Mit ihrem Rennen in Bergisch Gladbach hat Mara diesen Rekord nun ausgelöscht - und gleich um knappe acht (!!) Sekunden gedrückt. Die neue Marke im Verein steht nun bei 5:05,54 min! Damit hat Mara sich aus der U18 mit zwei Vereinsrekorden verabschiedet. Im Juni hatte sie sich bereits die Bestmarke über 3000m geholt und hinterlässt den nachwachsenden Mittelstrecklerinnen nun schwierige Aufgaben. Im nächsten Jahr geht sie in der U20 auf neue Rekordjagd.

Über dieselbe Strecke wie Mara waren in Bergisch Gladbach auch Jan und Finn Merheim auf der Jagd nach persönlichen Rekorden. Zur Renntaktik für das 1500m Rennen der zwei hatten die Trainer Jordi Walter für die ersten 500m als Tempomacher bestimmt. Jordi ist in seiner ersten Leichtathletik-Saison über 1500m in der LVN-Bestenliste direkt auf Platz 7 durchgestartet. Einen Tempomacher-Job hatte er vorher noch nie gemacht … und durchaus Respekt davor, für die schnellen Merheim-Brüder anzulaufen. Doch die Trainer wissen, was sie tun. Und dann auch noch gestärkt durch den Zuspruch der Gruppe, erledigte Jordi seine Aufgabe grandios, legte sogar noch 100m drauf und zog Jan und Finn bis 600m, bis erst Jan und ab 800m Finn übernahm. Im Ziel freuten sich dann beide Merheims über schnelle Zeiten. Mit 3:53,10 klettert Finn auf Platz 13 der deutschen Bestenliste, und für Jan stehen künftig 3:55,74 min zu Buche. Platz 2 und 3 für die beiden in der 1500m-Nordrheinbestenliste der U20. Diese Plätze nehmen die zwei auch über die 800m ein – hier dann Jan vor Finn. In Bergisch Gladbach ebenfalls im Rennen stand Paul Dirks, der noch dem jüngeren U18 Jahrgang angehört und zum ersten Mal die 1500m lief. Seine 4:38,36 min sind seine erste Marke, die er im nächsten Jahr sicher toppen wird.

Ebenfalls der U18 gehört noch Janne Dankwerth an. Für ihn machte Geburtstagskind Gianluca Mirizzi Tempo über die 5000m, eine Strecke, die es erst in der U20 im Meisterschaftsprogramm und in der Bestenliste gibt. Bis 3400m zog Gianluca gleichmäßige Runden für Janne - ganz nach dem Plan der Trainer Martin Block, Arndt Fontes und Rudi Briesenick. Und fulminant hielt Janne das Tempo auch auf den letzten vier Runden. Im Ziel stand eine starke Zeit von 15:33,08 min. Bereinigt man die deutsche U20-Liste-Bestenliste auf den Jahrgang der U18, bedeutet diese Zeit sehr starke Top 6 und ganz bestimmt viel Motivation für 2026!

Nach den vielen schönen Rennen waren 21 Geburtstagskerzen, 21 Berliner und Kuchen für Gianluca das i-Tüpfelchen auf einen sehr gelungenen Abend. Das passende Schlusswort zum Saisonabschluss der Mittelstreckler schickte Arndt Fontes: „Jetzt gehen wir in die Saison-Pause ….und freuen uns auf die Cross-DM im November.“ Wir uns auch, liebe Läuferinnen und Läufer und liebes Trainerteam!


von Uschi Heimann 12. Mai 2026
Ein Herz für die Leichtathletik!
von Von Verena Koll mit Fotounterstützung von Carmen Blameuser, Uschi Heimann und Carl Seeliger 11. Mai 2026
9./10.05.2026/Siegburg . All die besonderen Leistungen, die will U18/U20-Trainer Carl Seeliger diesmal gar nicht so sehr in den Mittelpunkt rücken, bittet er im Rückblick auf die Regionsmeisterschaften am Muttertagswochenende in Siegburg. „Lieber mal die erwähnen, die sonst im Schatten stehen, von den anderen werden wir noch viel hören während der Saison, also – hoffentlich, denn die geht ja gerade erst los.“
von Uschi Heimann 3. Mai 2026
03.05./Celle . Manchmal gehen (fast) die Superlative aus. Was unseren U23-Staffeln bei den Deutschen Langstaffelmeisterschafften in Celle auf die Bahn brachten, hat es in der TuS-Geschichte noch nicht gegeben und passiert wohl auch eher selten: Silber und Bronze für denselben Verein im Konzert der schnellsten Teams der Republik! Gold ging in Celle an die favorisierte Staffel der LG Stadtwerke München. Doch einfach haben Gianluca Mirizzi, Yanis Kern und Finn Merheim es ihnen nicht gemacht. Während des gesamten Rennens blieb das TuS-Trio in Schlagdistanz, und auf der Zielgerade machte Finn es mit einem Antritt noch einmal richtig spannend. Knappe fünf Zehntel retteten die Münchener ins Ziel und gewannen in 7:22,98 min vor dem ersten TuS-Team (7:23,47 min). Doch auch wenn es eng war: "Wir haben Silber gewonnen und nicht Gold verloren!", ordnete Arndt Fontes den Erfolg klar ein. Perfekt war der Coup, als knappe 20 sec später das zweite TuS Team mit Lasse Block, Jan Merheim und Janne Dankwerth (alle noch U20) ungefährdet auf Platz 3 vor einem Team aus Berlin einlief (7:43,03 min). Für Janne Dankwerth war es ein mehr als versöhnlicher Abschluss der Meisterschaftstage von Celle. Am Vortag war er bereits über die 5000m an den Start gegangen, musste aber das Rennen wegen Atemwegsprobleme vier Runden vor Schluss aufgeben. Ganz "nebenbei" lief das Bronze-Trio auch die Norm für die U20 DM über 3 x 1000m. Das Rennen wird im Rahmen der "großen" DM der Männer und Frauen im Juli in Bochum Wattenscheid ausgetragen. Nachdem im April bereits ein U20-Team mit Theo Justus, Jordi Walter und Paul Dirks die geforderten 8:22,0 min unterboten hatte, können Martin Block und Arndt Fontes auch bei der U20-Staffel-DM zwei Teams ins Rennen schicken. Das Männerteam in Celle mit Leo Kessen, Thilo Stoltze und Lukas Gardeweg lief auf Platz 11 ein (7:28,18 min). Schneller war in der TuS-Vereinsgeschichte noch kein Männerteam. Der Rekord bisher stand bei 7:30,57 min, wurde 35 Jahre alt und reichte 1991 Ulf Bieschke, Lars Jucken und Rana Bhattacharjee in der "männlichen Jugend" zum DM-Sieg. Nun gehört der Männerrekord Gianluca, Yanis und Finn. In allen Altersklassen so starke Staffeln an den Start schicken zu können, ist ein großartiger Erfolg für das Trainerteam! WIR GRATULIEREN HERZLICH!
von Uschi Heimann 2. Mai 2026
01.05. / Köln. Schon für Generationen von Kölner Leichtathletinnen und Leichtathleten ging es in ihren Kinder- und Jugendjahren am 01. Mai zum ASV. Unsere U16 und einige Mittelstrecklerinnen und Mittelstreckler der U18 / U20 knüpften nach Abstinenz im letzten Jahr wieder an und waren bei der mitlerweile 51. Auflage dabei. Nach den "Krummen Stercken" am letzten Wochenende ist zu Saisonbeginn immer spannend, was denn auf den regulären Strecken und in den technischen Disziplinen so geht. Für Anais Benga ist die Antwort eindeutig: "viel geht!" Im Weitsprung und über die 100m kratzte sie direkt an begehrten Marken. Im Weitsprung knackte sie mit 5,01m die 5m- Marke, über 100m blieb sie mit 13,04 sec noch knapp über der 13 sec-Schallmauer. Leider blies der Wind mit 2,2 m/sec im 5,01-Sprung etwas zu stark. Erlaubt sind 2,0m/sec. So wird die Weite noch nicht in den Bestenlisten geführt, das Niveau hat Anais aber gezeigt! Auch Paul Försters 5,40m und Julius Aigners 5,26m "verwehte" der Rückenwind. Platz 2 und 3 aber in ihrer Wertungsklasse M14 waren den beiden nicht zu nehmen. Im Hochsprung ging es noch einen Platz höher: Paul gewann mit 1,62m von Julius mit 1,53m. Vor allem in der Sandgrube fielen für unsere U16 Hausrekorde am laufenden Band. Lilo Burger, Clara Haupricht, Nils Gärtner und Niklas Heer sprangen alle erstmals über vier Meter und freuten sich mit ihrem Trainerteam Yanick Roller, Jonte Fischer und Uschi Heimann über diese Erfolge. Richtig weit hinaus ging es mit 4,70 auch für Maya Schwermer - und das bei gültigem Wind! Einige Glanzlichter steuerten zur guten Bilanz nach sieben Wettkampfstunden noch unsere Läuferinnen und Läufer über die 800m hinzu. Im ersten Rennen stürmten Hanne Böddeker (2:29,07 min) und Paula Kußerow (2:33,42) eindrucksvoll vorweg. Paula war die Strecke bisher nur in der Staffel gelaufen, Hanne brachte aus der Halle eine Zeit knapp über 2:40 mit. Die Spanne zwischen 2:30 und 2:40 hat sie gleich mal "überschlagen"! Auch das zweite Rennen sah starke TuS-Läuferinnen und Mara Kösters (2:25,35 min) vorne. Für die junge Läuferin, die die 3.000 und 5.000 mehr schätzt, sind die 800m eher zu kurz, aber für perfekte Tempo-Arbeit war ihre Renngestaltung gut. In Maras Sog liefen die U18-Athletinnen Ida Friedrich (2:26,45 min), Clara Lehnert (2:26,95) und Charlotte Janus (2:35,82) zu starken Zeiten und auf die Plätze 1, 2 und 5. Auch Paul Dirks (U18) und Jordi Walter (U20) hatten sich viel vorgenommen. Jordi lief pB mit 2:02,03, scheiterte diesmal aber noch an der 2:00 min Marke. Da will er in diesem Jahr noch hin. Paul gelang ebenfalls ein Hausrekord. In 2:07,09 gewann er die U18 deutlich vor den sieben anderen Läufern seiner Altersklasse. Auch für ihn wird diese Zeit nicht das letzte Wort in diesem Jahr sein. Bereits am nächsten Wochenende stehen für alle die Regionsmeisterschaften auf dem Programm und nur ein paar Tage später am 14.05. das Christi Himmelfahrt-Sportfest auf unserer Anlage. Viele neue Bestmarken vom ASV-Sportfest werden wohl nur kurzen Bestand haben.
von Uschi Heimann 29. April 2026
29.04. Wenn am Samstag und Sonntag, 02./03. Mai, die Deutschen Langstaffelmeisterschaften gemeinsam mit den Deutschen Langestreckenmeisterschaften ausgetragen werden, wird der TuS Köln rrh. nicht zu übersehen sein. Mit drei Staffeln 4x400m Mixed - zweimal Jugend, einmal Frauen/Männer - , zwei 3x1000 Teams U23, einer Männerstaffel über 3x1000m und einem Einzelstart von Janne Dankwerth über 5000m in der U20 sind unsere Leichtathletinnen und Leichtathleten so stark vertreten wie niemals zuvor. Für einen letzten Wettkampftest nutzten alle den Abendlauf "Krumme Strecken" am 25.04. auf unserer Anlage. Über 2000m lag Gianluca Mirizzi klar vor dem gesamten Feld. "5:23,68 min ist schon lange kein TuS-Läufer zu Saisonbeginn gelaufen", freute sich Arndt Fontes über die starke Leistung. Auch die Plätze zwei und drei gingen an unsere schnellen Läufer: Yanis Kern (5:32,40 min) vor Lukas Gardeweg (5:33,47 min). 800m-Läufer Lasse Block testete sich auf der Unterdistanz und hinterließ in 1:23,83 min für die 600m einen starken Eindruck, während Jan Merheim (2:28,67 min) und Leo Kessen (2:30,33 min) die 1000m liefen und damit exakt auf der Wettkampfstrecke unterwegs waren, die in Celle für alle ansteht. Auf den kürzeren Strecken dominierte im weiblichen Bereich Lynn Pöppelmann die 300m (39,48 sec), während Timon Dücker den 75m und 150m Rennen der U18 seinen Stempel aufdrückte. Beide Distanzen konnte er gewinnen. Über die 75m blieben er und Club-Kamerad Jonah Sachse mit 8,77 sec und 8,80 sec als einzige unter der Neun-Sekunden-Marke. Im Rennen über die doppelte Strecke knackte Timon als einziger U18-Athlet die 17 sec (19,91 sec). "Wir sind alle gut drauf", stellte Jan Merheim schnelle Staffelzeiten über 3x1000m in Aussicht. Und über die 4x400 sieht es nicht anders aus. Leider gibt es keinen Live-Stream. Wer schneller was erfahren will als hier auf der Homepage, kann den Zeitplan und später die Ergebnisse der Staffeln hier abrufen. Es wird ganz bestimmt spannend!
von Uschi Heimann 26. April 2026
19.04./Euskirchen. Erst am späten Abend um 21:50 h unter Flutlicht standen Amelie Bönisch (W14) als Regionsmeisterin, Paul Förster und Julius Aigner (beide M14) als zweiter und dritter und Amelie Hahn (W15) als Fünfte in ihren jeweiligen Mehrkämpfen fest. Das Sportfest in den Stunden vorher hatte den Athletinnen und Athleten, aber auch dem Veranstalter, einiges abverlangt. Was im letzten Jahr noch ein kleines Sportfest war, wurde in diesem Jahr zur Mammutaufgabe, weil die Regionsmeisterschaften von gleich drei der vier Regionen im Landesverband gemeinsam in die Veranstaltung gepackt wurden. Das führte zu riesigen Teilnehmerfeldern, die den Zeitplan gehörig durcheinander wirbelten und das Wettkampfende um drei Stunden nach hinten verlagerten. 57 Mädchen und Jungen der U16 standen beim Hochsprung an der Anlage. Anfangshöhe 1,08m, Ende dann bei 1,60m. Über diese Höhe sprang als einziger Paul Förster, nachdem er vorher zwischen Einspringen und Wettkampfeinstieg knappe 3 h warten musste. Er wäre gerne etwas höher gesprungen. 1,67m hat er in diesem Jahr bereits stehen, aber bei den Bedingungen war kaum mehr möglich. Bei den Mädchen lief es besser. Nach Einstiegshöhe 1,16m oder 1,20m sprangen sie eine Höhe nach der anderen mit, und konnten alle eine Bestleistung einfahren. Amelie Bönisch und Amelie Hahn schafften 1,40, Maya Schwermer 1,36. Eigentlich hatte Maya bis 1,36 den besten Eindruck des Trios hinterlassen. Bei 1,40m riss dann der Faden. Das wird in diesem Sommer noch klappen! Auch über die Hürden lief es für Maya nicht. Nach einem Strauchler zu Beginn, kam sie nicht ins Rennen und musste an Hürde vier abbrechen, um einen Sturz zu vermeiden. Damit war leider auch ein gutes Mehrkampfergebnis dahin. Die M und W14 Athletinnen und Athleten Amelie B., Paul und Julius setzen erste Marken in den für sie neuen Disziplinen 100m und 80m Hürden. Diese Bestleistungen werden aber sicher nur kurzen Bestand haben. Im Weitsprung lief es für alle nicht wirklich. Alle Sprünge lagen 40 cm bis 1m unter der Bestleistung aus der Halle. Zu kalt, zu regnerisch, zu voll an der Anlage, zu langer Wettkampf - Erklärungsversuche gibt es viele. Ein Highlight setzte Julius noch im Speerwurf. Mit 36,13m warf er eine starke Weite und steigerte seine bisherige Bestleistung um knapp 2m. "Für die Bedingungen haben sich die fünf super geschlagen. Die waren nicht unter zu kriegen. Danach ist jeder andere Wettkampf ein Spaziergang", gab Trainer Jonte Fischer am späten Abend ein Statement ab. Schaut man auf die Platzierungen in den großen Teilnehmerfeldern, kann man nur zustimmen: Platz1, Platz 2, Platz 3 und Platz 5 sind eine wirklich starke Ausbeute!
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