Autofreier Laufsonntag in Köln: der TuS beim Marathon

Von Verena Koll mit Fotounterstützung von Lars Jucken • 18. Oktober 2025
5.10./Köln. Wie hilfsbereit seine Stadt ist, davon schwärmt Patrick Burbach (M45) nach dem 27. Generali Köln Marathon. Der Athlet aus der Trainingsgruppe von Lars Jucken ist top in Form, als er am Deutzer Bahnhof auf die 42,195 Kilometer durch seine Heimatstadt startet. „Bis Kilometer 30 ist auch alles super gelaufen“, erzählt er, sein Ziel ist eine Zeit unter 3:30 Stunden. Doch dann plagen ihn Krämpfe, die Oberschenkel machen dicht, er muss anhalten, sich dehnen. „Einmal kommt ein Zuschauer von der anderen Straßenseite zu mir rüber, sagt, ‚Jung, leg dich hin, ich dehne dich auf‘. Er hat mich sogar noch massiert, als das Dehnen allein nicht geholfen hat, der war Physiotherapeut und hat einfach geholfen. Toll!“ In 3:56,55 Stunden kommt Patrick ins Ziel. „Man darf auch nicht vergessen“, sagt Trainer Lars, „dass Patrick im Vorfeld mit Verletzungen zu kämpfen hatte. Dafür ist das eine Topzeit!“

Krämpfe plagen auch Angelika Krüger (W50) nach Kilometer 30. „Da kommt einfach der Hammer, das erleben die meisten“, weiß Lars. Angelika muss Gehpausen einlegen, auch mal den Schuh ausziehen, um die Zehen zu lockern. Und dennoch: „Sie hatte sich eine Zeit unter 3:20 Stunden vorgenommen“, berichtet Lars. Und Angelika kommt in 3:19,19 Stunden ins Ziel, das macht einen großartigen Platz 2 in ihrer Altersklasse! Die volle Distanz läuft auch Jörg Riebschläger (M50). „Riebi hatte Verletzungspech und konnte nur wenig trainieren“, berichtet Lars. Dennoch kommt er in 3:40,17 Stunden ins Ziel.


 Und es ist ein Marathon der Rekorde, in dem die TuSser da starten. 37.053 Menschen sind gemeldet, das sei ein „Zuwachs von über 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr“, berichtet das Portal laufreport.de. Der Kenianer Barnaba Kipkoech siegt in 2:06,54 Stunden und stellt damit einen neuen Streckenrekord auf. Genauso wie Esther Pfeiffer, die auf der Halbmarathondistanz über 21,12 Kilometer startet und in 1:07,28 Stunden einen neuen Streckenrekord aufstellt und damit gleichzeitig die drittschnellste Zeit rennt, die eine Deutsche je über die Distanz gelaufen ist.

Auf der halben Distanz unterwegs ist auch Lukas Brenner (M30), der zu den TuS-Triathleten zählt und bei Lars den Lauf trainiert. In 1:24,47 Stunden gelangt er ins Ziel. Marco Romagnoli (M45) gelingt eine neue persönliche Bestzeit in 1:32,50 Stunden. „Das war sehr sehr stark, Marco war megaglücklich“, weiß Lars. „Er hat vor zwei Jahren das Laufen für sich entdeckt und trainiert seither sehr fleißig, im kommenden Jahr wird er die 1:30 Stunden bestimmt knacken.“ Jutta Friedrich (W55) hat Pech. „Sie hat sich einen Infekt von ihren Kids eingefangen, ihr ging’s beim Rennen gar nicht gut“, bedauert Lars. Dennoch kommt sie in 2:01,56 Stunden ins Ziel. Guilia Lueg (Hauptklasse) knackt die 2-Stunden-Marke in 1:55,58 Stunden, und Theo Justus (U18) aus dem Running Team von Martin Block, Frank „Rudi“ Briesenick und Arndt Fontes erreicht in 1:46,13 Stunden das Ziel am Dom. Miriam Thies (Hauptklasse) kommt in flotten 1:35,21 Stunden an.

Einen tollen vierten Platz in der U18 holt sich Lisa Gries aus Lars‘ Trainingsgruppe. „Sie war bisher nur einmal bei uns“, verrät er. „Dennoch ist sie eine 1:42,45 gerannt, jetzt will sie mehr.“ Barbara Wasserlechner belegt Platz 21 in der Altersklasse W45 in 1:44,15 Stunden, und Svenja Wirtz (Hauptklasse) aus dem Running Team sichert sich in 1:29,29 Stunden ihre angestrebte Zeit unter 1:30, macht Platz 22 für sie in der weiblichen Hauptklasse.


Und dann sind da die vielen Athletinnen und Athleten, die für ihre Schulen im Rhein-Energie-Schulmarathon starten im Rahmen des Köln-Marathons. Piet Böddeker aus der U12 ist zum Beispiel dabei, Julius Aigner, Sven Bettels, Niklas Heer, Lina Kathagen und Jasper Schuld aus der U14, beziehungsweise der Schülerlaufgruppe, Jana Bettels aus der U16 und Justus Klöcker aus der Marathon AG, für die Kirsten Fontes mit ihrer Schülerlaufgruppe mit dem Mülheimer Hölderlin Gymnasium kooperiert. Zur Abwechslung sind die Nachwuchsathletinnen und -athleten mal mit ihren Schulfreundinnen und -freunden unterwegs und nicht mit denen vom TuS. Einige treffen sich dann aber im Ziel, zeigen sich ihre Finisher-Medaillen und freuen sich gemeinsam darüber, mal einen etwas anderen autofreien Sonntag in ihrer Heimatstadt zu erleben.

von Uschi Heimann 9. August 2026
05. - 09.08. / Eugene (Oregon). Der Kölner Stadtanzeiger hatte in seiner Ausgabe am 04.08. getitelt: "Festtage für den TuS Köln rrh." Und wirklich ist grandios, was Lynn Pöppelmann, Jan Merheim und Finn Merheim in den letzten sechs Wochen abgeliefert haben. Nach ihren Medaillen bei den Deutschen Meisterschaften in Wattenscheid, waren die U20 Weltmeisterschaften in der ehrwürdigen Arena in Eugene / Oregon, der Gründungsstadt von Nike und der Heimat des legendären Hayward Field, der nächste Höhepunkt für die drei jungen Sportler, aber auch für den Verein. Bereits Ende Juli ging es im Tross des DLV mit insgesamt 70 Athletinnen und Athleten ins Pre Camp nach Oregon, bevor dann am 05.08. die Wettkämpfe begannen.
von Text: Uschi Heimann, Bilder Dirk Gantenberg, Lars Jucken 26. Juli 2026
Bochum-Wattenscheid, 26.07. Wie bereits vor zwei Wochen geschrieben: Das Wort "historisch" sollte nicht inflationär verwendet werden...und doch passt es schon wieder. Was Finn Merheim, Jan Merheim und Lasse Block bei der DM über 3x1000m in Wattenscheid auf die Bahn trommelten, wird nicht nur in die Vereinsgeschichte eingehen, sondern auch in die deutschen Rekordlisten!
von Uschi Heimann 20. Juli 2026
17.07. - 19.07. / Mönchengadbach. Mit 82 Jahren zum ersten Mal deutscher Meister! Erst vor zwei Jahren hat Rolf Otten wieder mit dem Wettkampfsport begonnen. Erst "heimlich", um auszuprobieren, ob die Kugel überhaupt ein paar Meter fliegt, dann aber schnell wieder öffentlich, weil er mit seinen Tests zufrieden war. Zu Recht! Besser können es in Deutschland nur sehr wenige Menschen über 80. Bereits 2024 in seiner ersten Saison gewann Rolf Silber im Kugelstoß-Wettbewerb bei den Deutschen Meisterschaften der M80. 2025 wiederholte er den Erfolg. 2026 jetzt gab es Gold! Gleich im ersten Wettbewerb der drei Meisterschaftstage in Mönchengladbach musste Rolf ran. 10,06 m im ersten Versuch. Besser konnte es nur Christian Fitza aus Hessen. An dessen 10,26 biss sich Rolf in den Versuchen zwei und drei mit 10,25 m und 10,24 m noch die Zähne aus, bevor dann im vierten Durchgang die Kugel auf 10,33 flog. Kontern konnte niemand mehr, nur Rolf selbst legte im letzten Versuch noch 1cm drauf. Die erste Deutsche Meisterschaft war perfekt. Wir gratulieren!!
von Uschi Heimann 20. Juli 2026
1 2.07. / Solingen. Bis zuletzt war es s pannend für die "Blue Dragons" unserer U10. Am Ende eines schönen Wettkampftages waren bei der Siegerehrung die Plätze drei bis 14 bereits vergeben und nur die Heimmannschaft des Solinger LC und die Blue Dragons noch nicht aufgerufen. Als der Ansager dann den TuS als Sieger verkündete, war der Jubel groß. Während des Wettkampfs ist es nur ein Blick in die Glaskugel, wie gut ein Team liegt. Jede Mannschaft absolviert für sich den Weitsprung und den Drehwurf und trifft nur in der Pendelstaffel und im Stadioncross auf einen Teil der anderen Teams. Da sahen die Blue Dragons im Vergleich zwar gut aus, aber abgerechnet wird zum Schluss. Diesmal lief es aber fast perfekt für die Blue Dragons: Sieg in der Staffel, Sieg im Weitsprung, Sieg auch im Cross. Nur ein zweiter Platz im Drehwurf verhinderte die Bestpunktzahl von 4, was die Platzziffern angeht. Sehr schön, dass auch die Blue Bears als zweites TuS-Team eine einstellige Platzierung schafften: Achter Platz für sie. Damit scheint unsere U10 bestens gerüstet für das Landesfinale am 26.09. in Ratingen. Im Wettstreit mit insgesamt 20 Teams aus dem gesamten Landesfinale soll es dann möglichst weit nach vorn gehen. Wir werden es verfolgen!
von Jörg Riebschläger 19. Juli 2026
11./12.07. / Bochum, Hamburg, Luxemburg. Was für ein vollgepacktes und schweißtreibendes Wettkampfwochenende liegt da bitte hinter uns?. Unsere Triathlon-Abteilung war wieder einmal im Dauereinsatz und hat quer durch Deutschland und sogar über die Landesgrenzen hinaus den TuS-Triathlon Suit stolz über die Ziellinien getragen. Beim schweißtreibenden Ligawettkampf in Bochum ging es im Team darum, die Tabellenführung der ersten zwei Ligawettkämpfe zu verteidigen. An der Hamburger Alster ging Alex über die olympische Distanz am gleichen Wochenende mit der Triathlon Weltklasse an den Start. Auf die Mitteldistanz in Luxemburg hatte sich Timo über ein halbes Jahr zielgerichtet vorbereitet. Holt euch ein kühles Getränk und lest euch in die einzelnen Rennberichte durch und feiert unsere Finisher.
von Text: Uschi Heimann Fotos: Dirk Gantenberg und TuS Köln rrh. 13. Juli 2026
Lynn Pöppelmann, Jan Merheim und Finn Merheim fahren zur WM nach Eugene / USA
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