8 Medaillen bei Landesmeisterschaften U16 / U20

Uschi Heimann • 16. Juni 2026

12. - 14.06./Mönchengladbach. Erfolgreichster Athlet im TuS-Trikot bei den Landesmeisterschaften der U16,  U20, Männer/ Frauen war Paul Förster. Zwei Goldmedaillen konnte er mit nach Hause nehmen - eine im Hochsprung der M14, eine im Weitsprung der M15. Dass er im Weitsprung mit dem älteren U16-Jahrgang an den Start ging, lag am Zeitplan und einem Schüleraustausch seiner Schule, von dem Paul erst am Samstagabend zurückkehrte. Weitsprung in seiner Altersklasse am Samstag musste deshalb ohne ihn stattfinden. Aber die M15 hatte ihren Wettkampf am Sonntag. Auch da ging Paul, der erst in Kürze 14 Jahre wird, mit seinen bereits gesprungenen 6,15m als Favorit an den Start. So weit ging es diesmal nicht, aber auch 5,78m reichten zum Sieg. Spannend machte er es im Hochsprung, als bei 1,59 m in den ersten beiden Versuchen nicht viel zusammenlief. Nervenstark nutze er den dritten und überquerte dann direkt im ersten Anlauf die 1,62 m - und das als einziger. Titel und Gold Nr. 2 im Sack! Auch Julius Aigner ist ein guter Hochspringer, der die 1,60 m in diesem Jahr schon gemeistert hat. Die Zeitplangestaltung machte es ihm aber nicht leicht. Seine starken Disziplinen Speerwerfen, Hürde und Hochsprung waren innerhalb einer Stunde angesetzt. Unmöglich also in allen drei Wettbewerben an den Start zu gehen. Selbst in zweien ist schon ein Wagnis, aber Julius managte es hervorragend. Frühes Aufwärmen für die Hürde, dann in den Callroom und in die Vorbereitung für den Speerwurf, und wenn sein Hürdenlauf aufgerufen wird auf einen Speerwurf verzichten und den Lauf dazwischen schieben. Geplant war es gut. Dass dann die Laufspikes, die er im Callroom zur Kontrolle lassen musste, nicht wie geplant von der Kampfrichterin mit den übrigen Läufern zum Hürdenstart mitgebracht wurden, brachte den Plan ins Wanken. Die Verzögerung machte unsicher, ob Julius noch vor Ende des Speerwurf-Wettbewerbs zurückkehren könnte und seinen letzten Wurf machen. Mit einem Dauerlauf direkt nach einem starken Hürdenlauf in neuem Hausrekord klappte es gerade eben noch. Laufspikes aus, Wurfspikes an ... und noch einmal werfen. Was dabei heraus kam, war sein bester Versuch (35,24 m) und eine Verbesserung von bis dahin Platz 3 auf Platz 2! Im Hürdenendlauf trafen Paul und Julius sich dann beide im direkten Wettkampf. Julis schrammte mit neuer Bestzeit von 12,11 sec knapp am Podest vorbei (Platz 4), Paul wurde siebter (12,64 sec).

Bereits am Freitagabend mussten unsere Mittelstreckler ran. "Taktisch waren es tolle Rennen", freute sich Trainer Jonte Fischer über die Leistungen seiner Schützlinge. Für Jan Exner (M15) reichte es rotz der widrigen Bedingungen mit Wind und Regen sogar zu einer neuen persönlichen Bestleistung (2:11,42 min, Platz 7). Nils Gärtner (M14, 2:22,97, Platz 10), Niklas Heer (M14, 2:24,67 min, Platz 12), Amelie Bönisch (W14, 2:35,48, Platz 9) und Paula Kußerow (2:29,54 min, Platz 4) kratzten zumindest an ihren Hausrekorden. Platz 4 gab es gleich mehrfach für unsere U16. Paula traf es über die 800m wie Julius über die Hürde und auch Amelie Hahn (W15) im Weitsprung (5,02 m). Bis zum fünften Versuch hatte Amelie auf Platz 3 gelegen. Dann sprang eine Athletin sieben Zentimeter weiter. Im selben Wettkampf freute sich Maya Schwermer mit 4,77m über einen neuen Hausrekord.

Einen ähnlich spannenden Wettkampf wie für Amelie gab es auch für Paul Diedrich im Weitsprung der U20 - immerhin mit "halben happy end". Als vierter war er in den Endkampf gegangen. Im fünften Versuch setzte er sich mit einem Satz auf 6,49 m an die Spitze des Feldes. Der sechste Sprung ging nochmals auf 6,42 m, aber nicht weiter. Dann hieß es, abzuwarten. Als direkt der erste der noch verbleibenden drei Springer auf 6,53 m flog, unkte Paul schon, dass er die Holzmedaille gewinnen würde. Letztlich wurde es aber dann doch Bronze! Über die 100m war Anais Benga (W14) die einzige TuS-Athletin, die über Vor- und Zwischenlauf den Sprung ins Finale (Platz 6) schaffte. Im Zwischenlauf war ihr ihr erster Lauf unter 13 sec geglückt. 12,98 sec sind eine starke Zeit, insbesondere weil sie seit dem 10. Mai wegen einer Leistenzerrung nicht spezifisch trainieren konnte und erst ist Abschlusstraining zwei Tage zuvor erstmals wieder mit Spikes gesprintet war. "Vielleicht überrascht sie uns", hatte Jonte Fischer zusammen mit Uschi Heimann gehofft. Und das tat sie in der Tat! 

Für Jonah Dücker ging es in seinem ersten Jahr in der Männerklasse bis ins Halbfinale (11,24 sec). Vorher war er zusammen mit Bruder Timon (U18), Jonah Sachse (U18) und Yad Saleh (U20) schon über 4x100m am Start - mit fast historischem Ausgang. Bis auf 14 Hundertstel lief das junge Quartett an den Vereinsrekord von 42,58 aus dem Jahr 1973 (!!) heran. Es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit bis dieser Uralt-Rekord fällt. Eine gute Gelegenheit bietet sich in zwei Wochen, wenn die vier bei der U23 DM in Bochum-Wattenscheid an den Start gehen.

Die weiteren Medaillen der U20 gewannen Paul Dirks (800m, 2:05,17 min, Bronze) und unsere Mittelstreckler Lasse Block und Jan Merheim. Beide nutzten die 400m am dritten Veranstaltungstag der Meisterschaften als Doppel-Belastungstest nach einem 800m-Rennen in Pfungstadt am Vortag (Bericht folgt) und „ärgerten“ die 400m-Spezialisten ein wenig. Vor allem Lasse zeigte ein starkes Rennen. Sehr eindrucksvoll gewann er vor Matthias Stümpfig, SSF Bonn, (49,61 sec) und Jan  (50,31 sec). In Pfungstadt über die 800m war noch Jan Merheim schneller in 1:50,93 min (Platz 3 in der nationalen U20-Bestenliste) zu 1:53,39 min, (Platz 11).

von Von Verena Koll mit den Fotos von Arndt Fontes, Anja Klöcker und Jörg Riebschläger • 11. Oktober 2026
4.10./Köln . Wer sich in Köln umschaut an diesem 4. Oktober, versteht, was die Lauf-Fans auf marathon.de da posten. „Anfang Oktober“, schreiben sie, „verwandelt sich Köln in das Mekka des Laufsports, wenn der Köln-Marathon seine Tore öffnet. Diese herausragende Marathon-Veranstaltung zählt zweifellos zu den größten und beliebtesten in ganz Deutschland.“ Tatsächlich hat sich der Marathon in seiner 28. Auflage längst zum viertgrößten der Republik gemausert. Besonders, so beschreiben es viele Läuferinnen und Läufer, bleibe aber die Stimmung in Köln. Und so halten schon am Start viele die selbstgemalten Plakate hoch („Achim, nicht jammern, du hast dafür gezahlt!“ – „Petra, wir sind stolz auf dich!“), läuten Kuhglocken, klatschen und jubeln den Läuferinnen und Läufern zu, die sich auf ihren Weg machen über die Halbdistanz, die ganzen 42,195 Kilometer oder aber in einer der Staffeln. Für alle der mehr als 41.000 Teilnehmenden (schon das ein Rekord!) ist Start am Deutzer Ottoplatz. Vom Messebahnhof aus geht’s über die Deutzer Brücke ins Linksrheinische, am Rheinufer vorbei nach Rodenkirchen, durch die Kölner Veedel bis ans Ziel am Dom.
von Uschi Heimann • 10. Oktober 2026
09.10./Köln. "Ihr seid Vorbilder und habt Strahlkraft für viele junge Menschen in eurem Verein, aber auch darüber hinaus". Mit diesen sehr schönen und auch sehr passenden Worten begrüßte Bezirksbürgermeisterin Claudia Greven-Thürmer zehn besondere Sportlerinnen und Sportler und Family & Friends zu einer Feierstunde im Bezirksrathaus Köln-Kalk. "Viele Hürden musstet ihr auf eurem Weg zum Erfolg nehmen - manchmal auch im wahrsten Sinne des Wortes". Bei diesen Worten lachte die Bürgermeisterin Lynn Pöppelmann zu. Es zeichnet Frau Greven-Thürmer sicher aus, dass sie die Menschen kennt und sich für sie interessiert ... und deshalb auch weiß, dass Lynn 400m Hürdenläuferin ist. An dreizehn erfolgreiche Medaillengewinnerinnen und -gewinner auf nationaler Ebene, die im Stadtbezirk Köln Kalk leben oder für einen Verein im Stadtbezirk starten, wurde in der Feierstunde die "Kleine Kölner Sportplakette" verliehen. An drei Karatekas, an eine junge Radsportlerin und an neun Menschen aus unserem Verein: Lynn Pöppelmann für ihre Deutsche Meisterschaft 2025 über 400m-H und den Finaleinzug in Skopje bei den Europäischen Jugendspielen, Ute Kohlheim für den vierten Platz bei den Touch Rugby Weltmeisterschaften 2025 in Nottingham als bestes Scorerin im deutschen Team, Nehar Nurlu für seine vier Siege bei den Weltspielen der Transplantierten 2025 in Dresden und an Jan Merheim, Finn Merheim, Lasse Block, Yanis Kern, Gianluca Mirizzi sowie Janne Dankwerth für ihre Erfolge bei den Deutschen Crossmeisterschaften 2024, für die Bronzemedaille über 3 x 1000 in 2025 und die Silber und Bronzemedaillen bei den Deutschen U23-Meisterschaften im Frühjahr 2026. Nehar Nurlu (erkrankt) und Yanis Kern (studiert derzeit in Schweden) konnten die Auszeichnung nicht persönlich entgegennehmen. Stellvertretend überreichte Ralf Vogt die Plaketten an die anwesenden Trainer Dieter Dylong und Arndt Fontes. "Ohne Trainer, die sich einsetzen und viel zeitlichen Engagement aufbringen, sind sportliche Erfolge nicht möglich", wählte er sehr passende Worte und schloss auch Martin Block mit ein, der an diesem Tag persönlich nicht dabei sein konnte.
6. Oktober 2026
Am 12.09. fand in Frankfurt die Deutsche Meisterschaft im Touch Rugby statt. Das mixed Team aus Bonn und Köln hat dabei den vierten von 8 Plätzen erreicht. Nach einer knappen Niederlage gegen Frankfurt im ersten Spiel konnte Stuttgart im folgenden Duell ebenso knapp besiegt werden. Damit war der Einzug ins Halbfinale gesichert. Nach einer Verletzung hatten unsere Frauen im dritten Spiel kurzzeitig keine Wechselmöglichkeit. Zum Schluss ging es in die Revanche gegen Frankfurt um Spiel um Platz 3. Mit Unterstützung von Berlin und Hamburg, um unseren Spielerinnen wieder eine Pause zu gönnen, und trotz eines sehr starken Spiels reichte es am Ende nicht ganz für das Treppchen. Insgesamt blicken wir auf sehr positiv auf einen anstrengenden Tag voller Touch Rugby im sonnigen Frankfurt zurück.
von Uschi Heimann • 1. Oktober 2026
27.09./Duisburg. Wenn unsere stärksten U14 / U16 Athletinnen und Athleten im Wettkampf nicht in blau-weiß unterwegs sind sondern in ungewohntem gelben T-Shirt und schwarz-weißem Trikot, dann können nur die Regionsvergleichskämpfe auf dem Programm stehen. Traditionell im September treten die vier Regionen Nord, Mitte, Süd-Ost und Süd-West des Landesverbandes Nordrhein in den Altersklassen U14 weiblich, U14 männlich, U16 weiblich und U16 männlich gegeneinander an und machen den Regionssieger aus. Gestartet wird in den klassischen Disziplinen Sprint, Sprung, Wurf und Mittelstrecke, gewertet werden pro Region die beiden besten Teilnehmenden. Die Siegerliste hatte in den Jahren seit des Bestehens wenig Überraschendes. "Mitte" mit den Düsseldorfer Vereinen und Mönchengladbach / Neuss und "Süd-Ost" mit Köln, Leverkusen und Bonn / Rhein-Sieg sind regelmäßig die stärksten und schieben sich die Plätze 1 und 2 hin und her.
von Uschi Heimann • 30. September 2026
26.09./Ratingen. Beeindruckendes Team, beeindruckende Leistungen, beeindruckender Sieg! Es war einfach eine tolle Show, die unsere 8 und 9jährigen Athletinnen und Athleten (und familiy & friends!) in Ratingen beim U10-Landes-Teamfinale lieferten. Schon zu Beginn zogen sie die Aufmerksamkeit mit ihrem Teamspruch auf sich und waren auch für den Rest des Wettkampftages praktisch unzertrennlich - passend zum ewig alten Spruch aus 1955 "Elf Freunde müsst ihr sein".
von Uschi Heimann • 20. September 2026
Im Förderwettbewerb der Spar- und Darlehenskassen werden die 150 meistgeklickten Vereinsprojekte mit Geldbeträgen honoriert. Unsere Leichtathletikabteilung hat sich mit einem Projekt beworben: Neue Startblöcke für Wettkämpfe, Training und anderen Sportevents wie z. B. dem Sportabzeichentag. Wir freuen uns über deine Unterstützung: TuS Köln rrh. | SpardaLeuchtfeuer 2026
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