Jan Merheim, Finn Merheim und Lynn Pöppelmann bei U20 WM in Eugene

Uschi Heimann • 9. August 2026

05. - 09.08. / Eugene (Oregon). Der Kölner Stadtanzeiger hatte in seiner Ausgabe am 04.08. getitelt: "Festtage für den TuS Köln rrh." Und wirklich ist grandios, was Lynn Pöppelmann, Jan Merheim und Finn Merheim in den letzten sechs Wochen abgeliefert haben. Nach ihren Medaillen bei den Deutschen Meisterschaften in Wattenscheid, waren die U20 Weltmeisterschaften in der ehrwürdigen Arena in Eugene / Oregon, der Gründungsstadt von Nike und der Heimat des legendären Hayward Field, der nächste Höhepunkt für die drei jungen Sportler, aber auch für den Verein. Bereits Ende Juli ging es im Tross des DLV mit insgesamt 70 Athletinnen und Athleten ins Pre Camp nach Oregon, bevor dann am 05.08. die Wettkämpfe begannen. 

Berechtigte Chancen konnte sich nach der Meldeliste Lynn auf den Einzug in die zweite Runde über die 400m Hürden machen. Und genau das gelang der erst 17jährigen gegen die zum Teil knapp zwei Jahre ältere Konkurrenz fast mühelos. Als Vorlaufdritte in einem Hundertstel-Zieleinlauf zog sie mit einer Zeit von 58,76 (pB 58,30) ins Halbfinale ein. "Ich habe mich riesig auf mein Rennen gefreut", gab sie später zu Protokoll. Bereits bei der Vorstellung der Athletinnen vor dem Start hatte sie in die Kamera gestrahlt. "Der Rhythmus war aber leider nicht gut", zeigte sie sich mit Runde 1 aber unzufrieden. Bereits an der zweiten Hürde musste sie statt des geplanten 15er Rhythmus auf 16 Schritte umstellen und mit dem weniger starken Bein die Hürde überqueren. "Eigentlich läuft sie die ersten fünf Hürden die ganze Saison schon im 15er-Rythmus," erläuterte Trainer Dieter Dylong, der sich Lynns Lauf in Eugene live vorort angeschaut hatte. "Ich verknüpfe das mit einem Urlaub", so sein Plan. Gerade weil der Lauf nicht perfekt war, war die Zeit umso stärker zu bewerten. Und natürlich wollte Lynn es im Halbfinale besser machen. Ins Halbfinale zwei Tage später fand sie allerdings zu keinem Zeitpunkt wirklich ins Rennen. Mit Lauf und Zeit (59,27 sec) war sie dann auch eher unglücklich: "Das habe ich mir anders vorgestellt", kommentierte sie ihr Rennen im Ziel enttäuscht. Sehr verständlich. Mit etwas Abstand kann sie aber hoffentlich mit Stolz auf das Geleistete schauen: Als 19te angereist und als 19te aus dem Wettkampf gegangen, zum dritten Mal in Folge nach den U18-Europameisterschaft 2024 in Banska Byceria (Halbfinale) und bei den europäischen Jugendspielen in Skopje 2025 (Finale, Platz 5) mindestens das Halbfinale erreicht... und im nächsten Jahr nochmals die Chance in der U20 auf eine noch bessere Platzierung. Das sind sehr viele Gründe, um stolz zu sein, wie wir finden!

Jan Merheim hatte als einer der hinteren in der Meldeliste nur eine klitzekleine Chance, Runde 1 zu überstehen. Und genau die nutzte er!! Mit Mut und Können..und dem Quäntchen Glück, das man braucht. Sein zweiter von fünf Vorläufen, war der einzige, in dem Tempo gelaufen wurde, alle anderen Rennen waren taktisch geprägt. Fünf neue pBs waren die logische Konsequenz für die Teilnehmer im zweiten Vorlauf, den Shafeck Murungi aus Uganda in 1:46,64 min gewann. Einer der fünf war Jan, der ab sofort mit 1:49,30 und dem Ort Eugene / USA in der Vereinsrekordliste geführt wird. Sein siebter Platz reichte zwar nicht für die direkte Qualifikation, die den ersten fünf vorbehalten war, aber die beiden weiteren Zeitschnellsten, die auch in Runde zwei starten dürfen, kamen aus seinem Rennen - und damit Jan als siebter auch! Schon als er noch gar nicht wissen konnte, dass die Zeit reichen würde, strahlte er im Zieleinlauf über das Rennen. Absolut zu Recht! Im Halbfinale sollte sich die Tempojagd wiederholen. Vom ersten Meter an bolzten die Läufer Tempo. Irgendwann musste Jan dann abreißen lassen und kam in 1:51,02 min ins Ziel. Offensichtlich hatte der Lauf am Vortag dann doch viel Kraft gekostet. "Halbfinale war also Endstation", postete er aus Eugene, "aber ich hatte soviel Spaß! Ich konnte das Rennen so angehen, wie ich es mir vorgenommen hatte. Ich konnte es leider nur nicht zu Ende bringen wie ich es mir gewünscht hätte".


Für Zwillingsbruder Finn über die 1500m sah die Situation in der Meldeliste ähnlich aus wie für Jan Die Weltspitze ist noch einmal drei bis vier Sekunden schneller und kann in taktischen Vorläufen "spielen". In einem unruhiger Lauf musste Finn häufiger auf Bahn zwei und drei ausweichen, und als in der Schlussrunde die Post abging, riss sein Kontakt 250m vor dem Ziel zu den schnellsten ab. "Ich hatte mir mehr von meinen Beinen erhofft", gab er nach dem Rennen und Blick auf seine Zeit von 3:50,30 min (Platz 9) einen Einblick (pB 3:46,40 min). "Ich muss anerkennen, dass nicht mehr drin war. Die anderen sind schon extrem stark." Und dann ließ er im Interview noch folgen "Ich sauge das alles total auf und nehme es als Motivation mit". So soll es sein! Es sind ganz sicher besondere Erlebnisse, die unsere drei Athleten mit ihrer Reise über den Ozean und in die große Sportwelt mitnehmen. Einfach Festtage!

Eine sehr schöne Formulierung, die auch auf Lynn, Jan und Finn perfekt passt, fand der Delegationsleiter des DLV-Teams Björn Weisheit am Ende der Tage von Eugene. Wir geben sie hier gerne wieder: "Ihr habt leidenschaftlich gekämpft. Vielleicht haben sich nicht alle Träume erfüllt. Aber Nachwuchsmeisterschaften sind zum Lernen da. Ihr seid die Zukunft der deutschen Leichtathletik - haltet an euren Zielen fest."

von Von Verena Koll mit den Fotos von Arndt Fontes, Anja Klöcker und Jörg Riebschläger • 11. Oktober 2026
4.10./Köln . Wer sich in Köln umschaut an diesem 4. Oktober, versteht, was die Lauf-Fans auf marathon.de da posten. „Anfang Oktober“, schreiben sie, „verwandelt sich Köln in das Mekka des Laufsports, wenn der Köln-Marathon seine Tore öffnet. Diese herausragende Marathon-Veranstaltung zählt zweifellos zu den größten und beliebtesten in ganz Deutschland.“ Tatsächlich hat sich der Marathon in seiner 28. Auflage längst zum viertgrößten der Republik gemausert. Besonders, so beschreiben es viele Läuferinnen und Läufer, bleibe aber die Stimmung in Köln. Und so halten schon am Start viele die selbstgemalten Plakate hoch („Achim, nicht jammern, du hast dafür gezahlt!“ – „Petra, wir sind stolz auf dich!“), läuten Kuhglocken, klatschen und jubeln den Läuferinnen und Läufern zu, die sich auf ihren Weg machen über die Halbdistanz, die ganzen 42,195 Kilometer oder aber in einer der Staffeln. Für alle der mehr als 41.000 Teilnehmenden (schon das ein Rekord!) ist Start am Deutzer Ottoplatz. Vom Messebahnhof aus geht’s über die Deutzer Brücke ins Linksrheinische, am Rheinufer vorbei nach Rodenkirchen, durch die Kölner Veedel bis ans Ziel am Dom.
von Uschi Heimann • 10. Oktober 2026
09.10./Köln. "Ihr seid Vorbilder und habt Strahlkraft für viele junge Menschen in eurem Verein, aber auch darüber hinaus". Mit diesen sehr schönen und auch sehr passenden Worten begrüßte Bezirksbürgermeisterin Claudia Greven-Thürmer zehn besondere Sportlerinnen und Sportler und Family & Friends zu einer Feierstunde im Bezirksrathaus Köln-Kalk. "Viele Hürden musstet ihr auf eurem Weg zum Erfolg nehmen - manchmal auch im wahrsten Sinne des Wortes". Bei diesen Worten lachte die Bürgermeisterin Lynn Pöppelmann zu. Es zeichnet Frau Greven-Thürmer sicher aus, dass sie die Menschen kennt und sich für sie interessiert ... und deshalb auch weiß, dass Lynn 400m Hürdenläuferin ist. An dreizehn erfolgreiche Medaillengewinnerinnen und -gewinner auf nationaler Ebene, die im Stadtbezirk Köln Kalk leben oder für einen Verein im Stadtbezirk starten, wurde in der Feierstunde die "Kleine Kölner Sportplakette" verliehen. An drei Karatekas, an eine junge Radsportlerin und an neun Menschen aus unserem Verein: Lynn Pöppelmann für ihre Deutsche Meisterschaft 2025 über 400m-H und den Finaleinzug in Skopje bei den Europäischen Jugendspielen, Ute Kohlheim für den vierten Platz bei den Touch Rugby Weltmeisterschaften 2025 in Nottingham als bestes Scorerin im deutschen Team, Nehar Nurlu für seine vier Siege bei den Weltspielen der Transplantierten 2025 in Dresden und an Jan Merheim, Finn Merheim, Lasse Block, Yanis Kern, Gianluca Mirizzi sowie Janne Dankwerth für ihre Erfolge bei den Deutschen Crossmeisterschaften 2024, für die Bronzemedaille über 3 x 1000 in 2025 und die Silber und Bronzemedaillen bei den Deutschen U23-Meisterschaften im Frühjahr 2026. Nehar Nurlu (erkrankt) und Yanis Kern (studiert derzeit in Schweden) konnten die Auszeichnung nicht persönlich entgegennehmen. Stellvertretend überreichte Ralf Vogt die Plaketten an die anwesenden Trainer Dieter Dylong und Arndt Fontes. "Ohne Trainer, die sich einsetzen und viel zeitlichen Engagement aufbringen, sind sportliche Erfolge nicht möglich", wählte er sehr passende Worte und schloss auch Martin Block mit ein, der an diesem Tag persönlich nicht dabei sein konnte.
6. Oktober 2026
Am 12.09. fand in Frankfurt die Deutsche Meisterschaft im Touch Rugby statt. Das mixed Team aus Bonn und Köln hat dabei den vierten von 8 Plätzen erreicht. Nach einer knappen Niederlage gegen Frankfurt im ersten Spiel konnte Stuttgart im folgenden Duell ebenso knapp besiegt werden. Damit war der Einzug ins Halbfinale gesichert. Nach einer Verletzung hatten unsere Frauen im dritten Spiel kurzzeitig keine Wechselmöglichkeit. Zum Schluss ging es in die Revanche gegen Frankfurt um Spiel um Platz 3. Mit Unterstützung von Berlin und Hamburg, um unseren Spielerinnen wieder eine Pause zu gönnen, und trotz eines sehr starken Spiels reichte es am Ende nicht ganz für das Treppchen. Insgesamt blicken wir auf sehr positiv auf einen anstrengenden Tag voller Touch Rugby im sonnigen Frankfurt zurück.
von Uschi Heimann • 1. Oktober 2026
27.09./Duisburg. Wenn unsere stärksten U14 / U16 Athletinnen und Athleten im Wettkampf nicht in blau-weiß unterwegs sind sondern in ungewohntem gelben T-Shirt und schwarz-weißem Trikot, dann können nur die Regionsvergleichskämpfe auf dem Programm stehen. Traditionell im September treten die vier Regionen Nord, Mitte, Süd-Ost und Süd-West des Landesverbandes Nordrhein in den Altersklassen U14 weiblich, U14 männlich, U16 weiblich und U16 männlich gegeneinander an und machen den Regionssieger aus. Gestartet wird in den klassischen Disziplinen Sprint, Sprung, Wurf und Mittelstrecke, gewertet werden pro Region die beiden besten Teilnehmenden. Die Siegerliste hatte in den Jahren seit des Bestehens wenig Überraschendes. "Mitte" mit den Düsseldorfer Vereinen und Mönchengladbach / Neuss und "Süd-Ost" mit Köln, Leverkusen und Bonn / Rhein-Sieg sind regelmäßig die stärksten und schieben sich die Plätze 1 und 2 hin und her.
von Uschi Heimann • 30. September 2026
26.09./Ratingen. Beeindruckendes Team, beeindruckende Leistungen, beeindruckender Sieg! Es war einfach eine tolle Show, die unsere 8 und 9jährigen Athletinnen und Athleten (und familiy & friends!) in Ratingen beim U10-Landes-Teamfinale lieferten. Schon zu Beginn zogen sie die Aufmerksamkeit mit ihrem Teamspruch auf sich und waren auch für den Rest des Wettkampftages praktisch unzertrennlich - passend zum ewig alten Spruch aus 1955 "Elf Freunde müsst ihr sein".
von Uschi Heimann • 20. September 2026
Im Förderwettbewerb der Spar- und Darlehenskassen werden die 150 meistgeklickten Vereinsprojekte mit Geldbeträgen honoriert. Unsere Leichtathletikabteilung hat sich mit einem Projekt beworben: Neue Startblöcke für Wettkämpfe, Training und anderen Sportevents wie z. B. dem Sportabzeichentag. Wir freuen uns über deine Unterstützung: TuS Köln rrh. | SpardaLeuchtfeuer 2026
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